Wie funktioniert die Verbindung von Zengo Wallet mit DApps über WalletConnect?

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  1. Verbindungsaufbau
  2. Signatur- und Transaktionsfluss
  3. Sicherheitsaspekte
  4. Praktische Hinweise zur Nutzung

Zengo ist eine nicht-custodial Mobile Wallet, die es Nutzern erlaubt, Kryptowährungen sicher zu verwalten, ohne private Schlüssel in der üblichen Form zu speichern. WalletConnect ist ein offener Standard, der es Wallet-Apps und dezentralen Anwendungen (DApps) ermöglicht, sicher miteinander zu kommunizieren. Die Verbindung zwischen Zengo und einer DApp über WalletConnect stellt eine Sitzungs- und Nachrichtenweiterleitung her, die Transaktionssignaturen, Account-Informationen und andere Blockchain-interaktive Aktionen überträgt, ohne dass die DApp direkten Zugriff auf die privaten Schlüssel hat.

Verbindungsaufbau

Wenn eine DApp WalletConnect unterstützt, erzeugt sie einen QR-Code oder einen Deep-Link, der eine Verbindungsanfrage mit einer Verbindungs-URI enthält. Auf dem Mobilgerät öffnet der Nutzer Zengo und wählt dort die Option Mit DApp verbinden oder WalletConnect. Zengo liest die URI (durch Scannen des QR-Codes oder via Link-Weiterleitung) und stellt über einen verschlüsselten WebSocket- oder HTTP-Bridge-Kanal eine Session zur DApp her. Während des Handshakes tauschen beide Seiten Metadaten wie Wallet-Name, unterstützte Ketten und Accounts aus. Die DApp erhält so die Erlaubnis, Anfragen an das Wallet zu stellen — Signaturanfragen, Abfragen des Kontostands oder das Lesen der öffentlichen Adresse — jedoch nicht die privaten Schlüssel.

Signatur- und Transaktionsfluss

Sobald die Verbindung steht, sendet die DApp Transaktionsdaten oder Signaturanfragen an Zengo über das WalletConnect-Protokoll. Zengo zeigt dem Nutzer die Details der Anfrage an: Zieladresse, Betrag, Gas-/Gebühreninformationen und ggf. Vertragsdaten. Der Nutzer überprüft und bestätigt manuell jede Aktion. Nach Bestätigung signiert Zengo die Transaktion lokal mit dem im Gerät verwalteten Schlüsselmaterial (Zengos Sicherheitsarchitektur nutzt Gerätebindung und kryptografische Protokolle, um Schlüssel sicher zu verwalten) und sendet die signierte Transaktion zurück an die DApp oder direkt an das Netzwerk, abhängig vom Workflow. Dabei bleiben die privaten Schlüssel für die DApp unsichtbar.

Sicherheitsaspekte

Die Sicherheit hängt von mehreren Faktoren ab: der Implementierung der Wallet (Zengo), der Sicherheit des Geräts, sowie der Integrität des WalletConnect-Bridges. Zengo verwendet Schutzmechanismen wie Secure Enclave/keystore-ähnliche Hardwarefunktionen, biometrische Entsperrung und mehrstufige Wiederherstellungsmechanismen statt einer einzigen Seed-Phrase. WalletConnect selbst nutzt verschlüsselte Channels, aber Nutzer sollten dennoch vorsichtig sein: nur vertrauenswürdige DApps verbinden, Verbindungsrechte prüfen und bei verdächtigen Anfragen nicht bestätigen. Session-Management ist wichtig — aktive Sitzungen in Zengo prüfen und nicht benötigte Sitzungen trennen.

Praktische Hinweise zur Nutzung

Vor dem Verbinden prüfen Nutzer die Domain der DApp, die angezeigten Adressen und die angeforderten Berechtigungen. Bei komplexen Smart-Contract-Interaktionen genau auf die Vertragsdaten achten, denn das Signieren kann Berechtigungen erteilen, die später wieder widerrufen werden müssen. Nach der Nutzung empfiehlt es sich, die WalletConnect-Session in Zengo zu beenden, um langanhaltende Verbindungen zu vermeiden. Sollte ein Gerät kompromittiert sein, sofort Zugänge und Genehmigungen prüfen und ggf. Wallet-Zugriff zurückziehen bzw. Funds auf eine neue Wallet übertragen.

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