Wie funktioniert die automatische Sensor-Kalibrierung in HWiNFO und wann sollte ich sie verwenden?

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  1. Grundprinzip der Sensor-Kalibrierung
  2. Funktionsweise der automatischen Kalibrierung
  3. Wann sollte die automatische Kalibrierung verwendet werden?

Grundprinzip der Sensor-Kalibrierung

HWiNFO ist eine leistungsfähige Systemdiagnose- und Überwachungssoftware, die unter anderem Daten von verschiedenen Hardware-Sensoren wie Temperatur, Spannung oder Lüftergeschwindigkeit ausliest. Da Hardware-Sensoren durch Fertigungstoleranzen, Alterung oder unterschiedliche Interpretationen der Rohdaten Schwankungen und Abweichungen aufweisen können, nutzt HWiNFO eine automatische Kalibrierungsfunktion, um präzisere und aussagekräftigere Werte zu liefern.

Funktionsweise der automatischen Kalibrierung

Die automatische Sensor-Kalibrierung in HWiNFO arbeitet, indem sie die vom Sensor gemessenen Rohdaten mit vordefinierten Referenzwerten oder Erfahrungswerten vergleicht. Dabei führt das Programm eine Analyse der gemessenen Werte über einen Zeitraum durch und erkennt systematische Abweichungen. Anhand dieser kann es Korrekturfaktoren berechnen, die dann auf die angezeigten Werte angewendet werden, um die Sensorablesung zu justieren.

Dieser Prozess ist dynamisch und berücksichtigt verschiedene Parameter wie die Temperaturverläufe und andere Sensorausgaben, um möglichst realistische und konsistente Messwerte anzubieten. Die Kalibrierung erfolgt meist zu Beginn einer Monitoring-Session und kann während des Betriebs aktualisiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass auch Änderungen durch Temperaturanstieg, Stromlast oder weitere Einflüsse möglichst genau erfasst werden.

Wann sollte die automatische Kalibrierung verwendet werden?

Die automatische Sensor-Kalibrierung sollte eingesetzt werden, wenn Zweifel an der Genauigkeit der von HWiNFO ausgelesenen Sensorwerte bestehen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Temperaturwerte ungewöhnlich niedrig oder hoch erscheinen, die Spannungen nicht mit den vom Mainboard-Hersteller angegebenen Referenzwerten übereinstimmen oder wenn die Lüftergeschwindigkeiten inkonsistent erscheinen.

Vor allem bei älteren Systemen, bei denen Sensoren im Laufe der Zeit an Genauigkeit eingebüßt haben, oder bei Systemen mit exotischer Hardware kann die Kalibrierung hilfreich sein, um realistischere Werte zu erhalten. Ebenso ist die automatische Kalibrierung sinnvoll, wenn man die Messergebnisse für spätere Analysen, Benchmarks oder Fehlerdiagnosen verwenden möchte und auf eine möglichst präzise Datengrundlage angewiesen ist.

Zusammenfassend gilt: Die automatische Sensor-Kalibrierung ist ein nützliches Werkzeug, um die Qualität und Verlässlichkeit der Hardware-Monitoring-Daten zu verbessern und sollte aktiviert werden, sobald Ungenauigkeiten vermutet werden oder eine genaue Überwachung der Systemparameter gewünscht ist.

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