Wie finde ich mit Autoruns heraus, welche Programme den Autostart über geplante Tasks realisieren?

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  1. Einleitung: Warum geplante Tasks im Autostart untersuchen?
  2. Vorbereitung: Autoruns herunterladen und starten
  3. Die Benutzeroberfläche von Autoruns und der Reiter "Scheduled Tasks"
  4. Scannen und Anzeigen der geplanten Tasks
  5. Analyse der Autostart-Tasks nach Programmen
  6. Filter- und Suchmöglichkeiten nutzen
  7. Deaktivieren oder Entfernen von Autostart-Tasks
  8. Zusammenfassung

Einleitung: Warum geplante Tasks im Autostart untersuchen?

Programme starten sich nicht nur direkt über Einträge in den Autostart-Ordnern oder der Registry, sondern können auch über geplante Tasks (Scheduled Tasks) automatisch beim Systemstart oder bei bestimmten Ereignissen ausgeführt werden. Autoruns ist ein leistungsfähiges Werkzeug von Microsoft Sysinternals, mit dem man umfassend alle Autostart-Mechanismen auf einem Windows-System untersuchen kann – und dazu gehören eben auch die geplanten Tasks.

Vorbereitung: Autoruns herunterladen und starten

Zunächst muss man sicherstellen, dass die aktuelle Version von Autoruns vorliegt. Das Tool kann kostenlos von der offiziellen Microsoft Sysinternals Webseite heruntergeladen werden. Nach dem Entpacken der ZIP-Datei sollte man Autoruns am besten als Administrator starten, da sonst manche Einträge oder Tasks nicht angezeigt werden. Das geschieht durch einen Rechtsklick auf Autoruns.exe und "Als Administrator ausführen".

Die Benutzeroberfläche von Autoruns und der Reiter "Scheduled Tasks"

Nach dem Start sieht man im oberen Bereich der Anwendung mehrere Reiter, die verschiedene Autostart-Kategorien abdecken. Für die Untersuchung von programmierten geplanten Tasks ist der Reiter Scheduled Tasks wichtig. Standardmäßig sind die meisten Reiter vorausgewählt. Man kann hier auch mit dem Menü Options festlegen, welche Kategorien angezeigt werden sollen.

Scannen und Anzeigen der geplanten Tasks

Im Reiter Scheduled Tasks listet Autoruns alle geplanten Aufgaben aus der Windows Aufgabenplanung auf, die mit beliebigen Programmen verknüpft sind. Dabei sieht man für jeden Eintrag verschiedene Details: Den Pfad zur Taskdatei, die genaue Befehlszeile oder das ausführbare Programm, unter welchem Benutzerkontext der Task läuft sowie Trigger-Informationen.

Diese Liste kann sehr umfangreich sein, weil Windows System- und Drittanbieter-Aufgaben hier anzeigt. Wichtig ist, die Einträge zu identifizieren, die für den Autostart von Programmen relevant sind. Dazu gehören Tasks, die beim Systemstart (At startup) oder bei der Benutzeranmeldung (At logon) ausgeführt werden.

Analyse der Autostart-Tasks nach Programmen

Im Reiter kann man die Spalte "Image Path" (oder ähnlich bezeichnet) prüfen, um zu sehen, welches Programm oder welche Datei tatsächlich gestartet wird. Auch die Beschreibung und der Taskname geben Hinweise darauf, welcher Hersteller oder welches Programm hinter dem Eintrag steckt. Wenn man z.B. eine unbekannte oder unerwünschte Anwendung identifizieren möchte, kann man anhand dieser Angaben gut herausfinden, ob sie sich per geplantem Task in den Autostart einklinkt.

Filter- und Suchmöglichkeiten nutzen

Autoruns erlaubt es außerdem, über das Suchfeld oben rechts gezielt nach Namen, Pfaden oder anderen Stichwörtern zu suchen. Das ist besonders hilfreich, wenn man weiß, wie das betreffende Programm heißt oder was für einen Prozess man vermutet. Auf diese Weise kann man die Menge der Einträge schnell eingrenzen und gezielt überprüfen, welche Tasks tatsächlich den Start von Programmen im Autostart sicherstellen.

Deaktivieren oder Entfernen von Autostart-Tasks

Falls man einen autostartenden Task identifiziert hat, der unerwünscht ist, kann man ihn in Autoruns durch das Entfernen des Häkchens neben dem Eintrag deaktivieren. Wer sich sicher ist, kann den Eintrag auch komplett löschen, was allerdings mit Vorsicht zu genießen ist, um keine systemrelevanten Tasks zu zerstören. Dabei sollte man vor Änderungen immer ein Backup oder einen Wiederherstellungspunkt erstellen.

Zusammenfassung

Mit Autoruns findet man heraus, welche Programme den Autostart nicht nur über Registry oder Startordner, sondern auch über geplante Tasks realisieren, indem man speziell den Reiter Scheduled Tasks nutzt. Die detaillierte Anzeige der Tasks, inklusive Pfad, Trigger und Beschreibung, ermöglicht es, autostartende Programme zu identifizieren, zu analysieren und bei Bedarf zu deaktivieren.

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