Welche Handbrake Einstellungen sind optimal für die Konvertierung von DVDs?
- Auswahl der Quelle und des Titels
- Ausgabeformat und Container
- Video-Codec und Qualitätseinstellungen
- Framerate und Kodiermodus
- Audioeinstellungen
- Untertitel und Kapitel erhalten
- Zusätzliche Tipps für beste Ergebnisse
Handbrake ist ein weitverbreitetes, kostenloses Tool zur Videokonvertierung, das sich besonders gut für das Rippen von DVDs eignet. Die richtigen Einstellungen in Handbrake sind entscheidend, um eine gute Balance zwischen Bildqualität, Dateigröße und Kompatibilität zu erreichen. Im Folgenden werden die wichtigsten Einstellungen erläutert, die Sie beim Konvertieren von DVDs mit Handbrake beachten sollten.
Auswahl der Quelle und des Titels
Nachdem Sie die DVD ins Laufwerk eingelegt haben, wählen Sie in Handbrake als Quelle das DVD-Laufwerk aus. Handbrake liest die verfügbaren Titel auf der DVD aus. Meistens ist der längste Titel der Film selbst, da DVDs oft weitere kurze Clips oder Menüs enthalten. Wichtig ist, den richtigen Titel auszuwählen, da die folgenden Einstellungen nur diesen bestimmten Inhalt betreffen.
Ausgabeformat und Container
Als Ausgabeformat empfiehlt sich im Normalfall das MP4-Format, da es mit den meisten Geräten kompatibel ist. Alternativ kann auch das MKV-Format verwendet werden, das mehr Freiheiten bei den enthaltenen Untertiteln und Audiospuren bietet. Handbrake bietet hier eine einfache Möglichkeit, den Container im Bereich "Format" auszuwählen.
Video-Codec und Qualitätseinstellungen
Für die Videokomprimierung ist der H.264-Codec (x264) die gängigste Wahl, da er eine gute Kompression bei hoher Qualität bietet. In den Videoeinstellungen sollte die Qualität mithilfe des "Konstante Qualitäts"-Reglers (CRF) eingestellt werden. Ein Wert zwischen 18 und 22 sorgt für ein gutes Gleichgewicht zwischen Dateigröße und Bildqualität – 18 bedeutet nahezu verlustfreie Qualität, während 22 ein stärker komprimiertes, aber immer noch ansprechendes Ergebnis liefert.
Framerate und Kodiermodus
Für DVDs sollte die Framerate auf "Same as source" belassen werden, um Originalbewegungen bestmöglich zu erhalten. Die Variable Framerate (VFR) ist in Ordnung, solange die Zielgeräte damit kompatibel sind. Die meisten DVDs sind mit 25 fps (PAL) oder 29,97 fps (NTSC) kodiert, was Handbrake automatisch berücksichtigt.
Audioeinstellungen
Die Audioqualität lässt sich durch Auswahl des passenden Codecs und der Bitrate steuern. AAC mit 160 bis 192 kbps bietet meist gute Qualität bei moderater Dateigröße. Wenn mehrere Tonspuren vorhanden sind, etwa Stereo und Surround, können diese einzeln hinzugefügt oder entfernt werden. Bei DVDs mit mehreren Sprachspuren empfiehlt es sich, nur die gewünschten Spuren auszuwählen, um Speicherplatz zu sparen.
Untertitel und Kapitel erhalten
Falls die DVD Untertitel enthält, können diese in Handbrake ebenfalls ausgewählt und entweder als separate Spur eingebunden oder direkt ins Video eingebrannt (hardsub) werden. Die Wahl hängt davon ab, ob Sie die Untertitel an- und abschalten möchten. Kapitelinformationen können ebenfalls übernommen werden, was vor allem bei längeren Filmen hilfreich ist.
Zusätzliche Tipps für beste Ergebnisse
Vor dem Konvertieren sollten Sie unbedingt prüfen, ob eine funktionierende Libdvdcss-Installation vorhanden ist, da viele kommerzielle DVDs kopiergeschützt sind. Die Bildauflösung sollte in der Regel nicht größer als die Originalauflösung der DVD (meist 720x576 bei PAL oder 720x480 bei NTSC) gewählt werden, um unnötige Dateigrößen zu vermeiden. Außerdem kann das Deinterlacing helfen, das Bild bei alten DVDs, die interlaced sind, zu verbessern.
Zusammenfassend hängt die optimale Einstellung bei Handbrake für DVDs vom Einsatzzweck ab: Möchten Sie möglichst hohe Qualität, wählen Sie niedrigere CRF-Werte und gute Audiobitrate, wollen Sie Speicherplatz sparen, erhöhen Sie den CRF-Wert und reduzieren die Tonspuren. Mit diesen grundliegenden Einstellungen lassen sich DVDs effizient und qualitativ hochwertig digitalisieren.
