Welche Handbrake Einstellungen sind optimal für das Rippen einer DVD?
- Vorbereitung und Auswahl der Quelle
- Videoeinstellungen für die optimale Qualität
- Auflösung und Bildformat
- Audioeinstellungen anpassen
- Untertitel und Kapitel
- Zusätzliche Tipps für das DVD-Ripping mit Handbrake
Wenn Sie eine DVD mit Handbrake digitalisieren möchten, ist es wichtig, die passenden Einstellungen zu wählen, um eine gute Balance zwischen Qualität und Dateigröße zu erreichen. Handbrake ist ein leistungsstarkes Open-Source-Tool zur Videokonvertierung, das viele Optionen bietet, um DVDs effizient zu rippen und umzuwandeln.
Vorbereitung und Auswahl der Quelle
Bevor Sie mit den Handbrake Einstellungen beginnen, sollten Sie sicherstellen, dass die DVD richtig eingelegt und als Quelle ausgewählt wurde. Handbrake erkennt in der Regel automatisch die Haupttitel der DVD, der Film oder die längste Videosequenz wird als Standard ausgewählt. Möchten Sie spezielle Kapitel oder Bonusmaterial extrahieren, können Sie die Titel manuell wählen.
Videoeinstellungen für die optimale Qualität
In den Videoeinstellungen sollten Sie als Encoder H.264 (x264) wählen, da dieses Format eine weit verbreitete Kompatibilität mit guter Kompressionsrate bietet. Die Qualität steuern Sie idealerweise über die sogenannte Constant Quality (CQ) Einstellung. Ein Wert zwischen 20 und 23 ist oft optimal – niedrigere Werte bedeuten bessere Qualität, aber größere Dateien, höhere Werte etwas mehr Kompression und kleinere Dateien. Falls Sie möglichst hohe Qualität wünschen, können Sie den Wert anpassen, doch Werte unter 18 führen meist zu nur marginal besseren Ergebnissen, die jedoch sehr viel Speicher benötigen.
Auflösung und Bildformat
Handbrake ermöglicht es, die Auflösung des Videos anzupassen. Um die originale DVD-Qualität zu behalten, sollten Sie die Auflösung auf das Original oder maximal HD 720p einstellen, da DVDs in der Regel eine Auflösung von 720x480 (NTSC) oder 720x576 (PAL) haben. Höhere Auflösungen bringen für DVDs keinen Qualitätsvorteil, sondern nur unnötig größere Dateien. Das Seitenverhältnis sollte ebenfalls beibehalten werden, um Verzerrungen zu vermeiden.
Audioeinstellungen anpassen
Bei der Audiokonfiguration empfiehlt es sich, mindestens eine hochwertige Tonspur in AAC oder AC3 zu wählen. AAC mit 160 bis 256 kbps ist ein guter Kompromiss zwischen Qualität und Dateigröße. Falls die DVD mehrsprachige Tonspuren enthält, können Sie auswählen, welche Sie behalten möchten, um die Dateigröße kleiner zu halten.
Untertitel und Kapitel
Untertitel können in Handbrake entweder als eingebettete Spuren oder hardsubbed (fest ins Bild eingebrannt) hinzugefügt werden. Für flexibel ausschaltbare Untertitel sollten Sie sie als getrennte Spur wählen. Kapitelmarkierungen können ebenfalls übernommen oder manuell neu gesetzt werden, was das spätere Navigieren im Video erleichtert.
Zusätzliche Tipps für das DVD-Ripping mit Handbrake
Falls die DVD kopiergeschützt ist, benötigt man manchmal zusätzliche Tools, um den Schutz zu umgehen, da Handbrake selbst keinen integrierten Kopierschutz entsperrt. Programme wie libdvdcss können hier helfen, falls die rechtliche Lage dies erlaubt. Außerdem sollten Sie vor der endgültigen Kodierung einen kurzen Testlauf machen, um die Qualität und Kompatibilität zu überprüfen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die optimalen Handbrake Einstellungen für eine DVD in erster Linie vom gewünschten Kompromiss zwischen Qualität und Dateigröße sowie von den individuellen Anforderungen (Audio, Untertitel, Kapitel) abhängen. Mit den genannten Empfehlungen erzielen Sie jedoch in den meisten Fällen sehr gute Ergebnisse.
