Welche Handbrake Einstellungen sind ideal für die Nutzung mit Jellyfin?

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  1. Einleitung: Warum Handbrake und Jellyfin kombinieren?
  2. Video-Codec und Containerformat einstellen
  3. Qualität und Bitrate anpassen
  4. Audioeinstellungen für optimale Kompatibilität
  5. Untertitel und Metadaten
  6. Zusammenfassung

Einleitung: Warum Handbrake und Jellyfin kombinieren?

Handbrake ist ein populäres Open-Source-Tool zur Videokonvertierung, während Jellyfin eine freie Medienserver-Software ist, die das Streaming von Videos über das Netzwerk ermöglicht. Die Kombination von Handbrake und Jellyfin ist sinnvoll, wenn Sie Ihre Videobibliothek in ein format-kompatibles, gut komprimiertes und qualitativ hochwertiges Format umwandeln möchten, das von Jellyfin problemlos gestreamt werden kann. Durch die richtigen Einstellungen in Handbrake kann eine optimale Balance zwischen Dateigröße, Bildqualität und Kompatibilität mit verschiedenen Endgeräten erzielt werden.

Video-Codec und Containerformat einstellen

Für Jellyfin empfiehlt es sich, Videos in einem weit verbreiteten Containerformat wie MP4 abzuspeichern, da dieses eine breite Kompatibilität bei verschiedenen Clients gewährleistet. Als Video-Codec ist H.264 (auch bekannt als x264) eine gute Wahl, da es von nahezu allen Geräten unterstützt wird und ein gutes Verhältnis aus Komprimierung und Qualität bietet. In Handbrake sollte man also "MP4" als Containerformat wählen und den Video-Codec auf "H.264" einstellen.

Qualität und Bitrate anpassen

Die Qualität der Videodatei beeinflusst maßgeblich die Dateigröße und die Streaming-Erfahrung in Jellyfin. Handbrake bietet zwei gängige Methoden zur Qualitätssteuerung: eine feste Bitrate und eine Qualitätsbasierte Steuerung mit dem RF-Wert (Rate Factor). Für Jellyfin ist es ratsam, den RF-Wert zu verwenden, da dieser eine konstante visuelle Qualität erzeugt. Werte zwischen 18 und 23 werden oft empfohlen, je nachdem, wie hoch die gewünschte Bildqualität sein soll. Ein niedrigerer Wert bedeutet bessere Qualität, aber größere Dateien. Dadurch wird sichergestellt, dass Ihre Videos während des Streamings flüssig laufen, ohne zu viel Bandbreite zu belegen.

Audioeinstellungen für optimale Kompatibilität

Bei den Audioeinstellungen empfiehlt es sich, ein universell unterstütztes Format wie AAC zu wählen. Handbrake ermöglicht die Einstellung von Bitrate und Kanälen; eine Bitrate von 128 bis 192 kbps ist für die meisten Anwendungen ausreichend und spart Speicherplatz. Plex und Jellyfin unterstützen ebenfalls mehrere Audiokanäle, aber wenn Sie für verschiedene Clients optimieren möchten, sind Stereo-Versionen häufig die sicherste Wahl.

Untertitel und Metadaten

Wenn Sie in Ihren Videodateien Untertitel verwenden möchten, können diese in Handbrake entweder eingebrannt ("burned-in") oder als separate Tracks gespeichert werden. Einbrennen ist selten notwendig und kann die Flexibilität mindern. Wenn Jellyfin die Untertiteldateien separat unterstützt, empfiehlt sich eher das Speichern als eigene Spuren. Auch Metadaten wie Titel, Episodennummern und Coverbilder sollte man in Jellyfin verwalten, da Handbrake bei der Videokonvertierung nur begrenzt Metadaten übertragen kann.

Zusammenfassung

Für die Nutzung von Handbrake mit Jellyfin sollte man MP4 als Containerformat und H.264 als Video-Codec verwenden. Die Qualitätssteuerung über den RF-Wert ist am flexibelsten und sorgt für gute Bildqualität bei moderater Dateigröße. AAC als Audioformat erleichtert die Kompatibilität, und Untertitel sollten vorzugsweise separat behandelt werden, um maximale Flexibilität beim Abspielen zu gewährleisten. Mit diesen Einstellungen lassen sich Videodateien erzeugen, die sich optimal für das Streaming via Jellyfin eignen.

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