Welche Export Einstellungen sind in RawTherapee wichtig und wie werden sie optimal genutzt?

Melden
  1. Ausgabeformat auswählen
  2. Qualität und Komprimierung einstellen
  3. Farbraum und Farbtiefenauswahl
  4. Bildgröße und Auflösung festlegen
  5. Benennung und Zielordner konfigurieren
  6. Fazit

RawTherapee ist eine leistungsstarke Open-Source-Software zur Bearbeitung von RAW-Bildern und bietet vielfältige Optionen für den Export der bearbeiteten Fotos. Um sicherzustellen, dass die fertig bearbeiteten Bilder in der gewünschten Qualität und im passenden Format ausgegeben werden, ist es wichtig, die Export Einstellungen gezielt zu verstehen und einzustellen.

Ausgabeformat auswählen

Ein zentraler Bestandteil der Export Einstellungen in RawTherapee ist die Wahl des Ausgabeformats. Das Programm unterstützt verschiedene Formate wie JPEG, TIFF, PNG oder auch PNG mit 16-Bit Farbtiefe. Die Auswahl hängt von dem geplanten Verwendungszweck ab: Für Web-Anwendungen ist JPEG wegen der Komprimierung und der Dateigröße häufig die richtige Wahl, während TIFF bevorzugt wird, wenn höchste Qualität und verlustfreie Speicherung erforderlich sind, beispielsweise für den Druck.

Qualität und Komprimierung einstellen

Beim Export in verlustbehafteten Formaten wie JPEG kann die Komprimierungsqualität eingestellt werden. RawTherapee bietet eine Skalierung von 1 bis 100, wobei höhere Werte für bessere Bildqualität, aber größere Dateien sorgen. Es empfiehlt sich, mit Werten zwischen 85 und 95 zu arbeiten, um einen guten Kompromiss zwischen Dateigröße und Qualität zu erzielen. Bei PNG oder TIFF ist die Komprimierung entweder verlustfrei oder minimal, sodass die Bildqualität vollständig erhalten bleibt.

Farbraum und Farbtiefenauswahl

Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Farbprofile, die beim Export angewendet werden können. RawTherapee ermöglicht die Wahl zwischen Farbräumen wie sRGB, AdobeRGB oder ProPhoto RGB. Für die Verwendung im Internet oder auf Bildschirmen ist der sRGB-Farbraum typisch, da dieser besonders weit verbreitet ist und technisch gut unterstützt wird. Möchte man Fotos zur Weiterverarbeitung oder für Drucke exportieren, kann AdobeRGB oder ein noch größerer Farbraum wie ProPhoto sinnvoll sein. Außerdem kann die Farbtiefe gewählt werden, etwa 8-Bit oder 16-Bit pro Kanal, wobei 16-Bit mehr Daten und somit mehr Bearbeitungsspielraum speichern.

Bildgröße und Auflösung festlegen

RawTherapee bietet die Möglichkeit, die Ausgabegröße in Pixeln frei zu wählen. Wer seine Fotos verkleinern möchte, um Speicherplatz zu sparen oder sie weboptimiert bereitzustellen, kann hier die Abmessungen anpassen. Ebenso ist die Angabe der Ausgabedpi (dots per inch) wichtig, wenn die Bilder später gedruckt werden sollen, da die Auflösung die Druckgröße beeinflusst. Für Webzwecke sind 72 dpi ausreichend, für hochwertige Drucke werden oft 300 dpi oder mehr verwendet.

Benennung und Zielordner konfigurieren

Schließlich sollte in den Export Einstellungen festgelegt werden, in welchem Verzeichnis die fertigen Bilder gespeichert werden und wie sie benannt werden sollen. RawTherapee erlaubt die Definition von Ausgabepfaden und bietet Platzhalter für Daten wie Aufnahmedatum oder Sequenznummern. Dies erleichtert die Organisation und verhindert, dass bestehende Dateien überschrieben werden.

Fazit

Die Export Einstellungen in RawTherapee bieten flexibel anpassbare Optionen, mit denen die Bildausgabe an den jeweiligen Einsatzzweck angepasst werden kann. Wer die richtigen Kombinationen aus Format, Qualität, Farbraum, Größe und Speicherort wählt, stellt sicher, dass die bearbeiteten Fotos optimal für Web, Druck oder Archivierung vorbereitet sind.

0

Kommentare