Welche Dateisysteme unterstützt Unetbootin beim Erstellen von USB-Laufwerken?
Einleitung
Unetbootin ist ein beliebtes Tool zum Erstellen bootfähiger USB-Sticks, insbesondere für Linux-Distributionen. Es ermöglicht Benutzern, ISO-Images oder andere bootfähige Disk-Images einfach auf USB-Sticks zu übertragen und diese bootfähig zu machen. Während des Erstellungsprozesses ist das verwendete Dateisystem auf dem USB-Stick von großer Bedeutung, da es die Kompatibilität mit dem Zielsystem sowie die Zuverlässigkeit beim Booten beeinflusst.
Unterstützte Dateisysteme von Unetbootin
Unetbootin selbst fokussiert sich darauf, ISO-Images direkt auf den USB-Stick zu kopieren und dort so vorzubereiten, dass das Medium bootfähig wird. Das Programm formatiert den USB-Stick nicht automatisch und bietet in der Benutzeroberfläche auch keine Optionen zur Wahl des Dateisystems an. Daher hängt das verwendete Dateisystem primär davon ab, wie der USB-Stick vor der Verwendung von Unetbootin formatiert wurde. Üblicherweise werden dafür Dateisysteme verwendet, die vom Ziel-BIOS bzw. UEFI-System sowie vom Linux-Bootloader unterstützt werden.
In der Praxis werden häufig Dateisysteme wie FAT32 verwendet, weil FAT32 universell kompatibel ist und von fast allen Systemen als bootfähig erkannt wird. FAT32 hat zwar Einschränkungen, beispielsweise eine maximale Dateigröße von 4 GB, doch diese ist für die meisten Linux-ISOs ausreichend. Manche Anwender formatieren USB-Sticks auch mit NTFS oder ext2/ext3/ext4, wobei hier Vorsicht geboten ist, da diese Dateisysteme nicht in allen Situationen problemlos bootfähig sind und teilweise zusätzliche Konfigurationsschritte erfordern.
Technische Hintergründe
Unetbootin kopiert die nötigen Dateien direkt auf das bereits vorhandene Dateisystem des USB-Sticks und schreibt den Bootloader so, dass das System von diesem Medium starten kann. Die Bootloader-Konfiguration, zum Beispiel syslinux oder grub, ist kompatibel mit gängigen Dateisystemen wie FAT32. Die Auswahl des Dateisystems erfolgt also im Vorfeld durch den Benutzer, beispielsweise durch manuelles Formatieren des USB-Sticks mit einem Tool wie mkfs oder dem Windows-Dienstprogramm zur Datenträgerverwaltung.
Für UEFI-kompatible Systeme ist es zudem oft sinnvoll, einen FAT32-formatierten EFI-Systempartition auf dem USB-Stick zu verwenden, da das UEFI-Firmwaremenü oft nur FAT32 unterstützt. Deshalb empfiehlt Unetbootin und auch die meisten verwandten Tools FAT32 als Standarddateisystem.
Fazit
Unetbootin unterstützt beim Erstellen von USB-Laufwerken primär das Dateisystem, das bereits auf dem USB-Stick vorhanden ist, da es keinen eigenen Formatierungsprozess mit Auswahlmöglichkeit eines Dateisystems anbietet. In der Praxis wird fast immer FAT32 verwendet, da es die größte Kompatibilität mit BIOS- und UEFI-Systemen gewährleistet und von Unetbootin problemlos genutzt werden kann.
