Welche Berechtigungen benötigt CPU-Z, um alle Daten auszulesen?

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  1. Grundlegendes zu CPU-Z und seine Funktionsweise
  2. Berechtigungen innerhalb von Windows
  3. Zugriff auf Sensorinformationen und spezialisierte Treiber
  4. Speziell für UEFI und Mainboard-Informationen
  5. Zusammenfassung der Berechtigungsanforderungen

Grundlegendes zu CPU-Z und seine Funktionsweise

CPU-Z ist ein bekanntes Diagnosetool für Windows-Systeme, das detaillierte Informationen über die Hardware-Komponenten eines Computers ausliest. Dazu zählen unter anderem Informationen zur CPU, zum Arbeitsspeicher, zum Mainboard sowie zu Grafikkarten und Laufwerken. Um diese Daten korrekt und vollständig erfassen zu können, greift CPU-Z direkt auf System-APIs und Hardware-Registerschnittstellen zu. Die Art der benötigten Berechtigungen hängt dabei davon ab, wie tiefgreifend diese Zugriffe sind und ob die Anwendung Informationen aus besonders geschützten Bereichen des Systems lesen möchte.

Berechtigungen innerhalb von Windows

Auf Windows-Systemen läuft CPU-Z üblicherweise mit den Standardbenutzerrechten. Viele der abgefragten Informationen, wie CPU-Modell, Taktraten, Cache-Größen oder Speicherinformationen, sind über Windows-APIs frei verfügbar. Das bedeutet, dass CPU-Z hierfür keine besonderen Administrator-Rechte benötigt.

Allerdings gibt es bestimmte Daten, wie beispielsweise detaillierte Zugriffe auf Sensorinformationen (Temperatur, Spannungen), Firmware-Daten oder detaillierte Register-Daten, für die administrativer Zugriff erforderlich sein kann. Insbesondere wenn CPU-Z auf sogenannte "Low-Level"-Hardware-Register (z. B. über spezielle Kernel-Treiber) zugreifen will, muss es entweder als Administrator ausgeführt werden oder eigene Systemtreiber mit erhöhten Rechten laden. Ohne diese Rechte sind manche Werte entweder nicht verfügbar oder werden nur teilweise angezeigt.

Zugriff auf Sensorinformationen und spezialisierte Treiber

Um Sensorwerte, wie Temperaturen der CPU oder der Mainboard-Chipsätze, auszulesen, nutzt CPU-Z oft Drittanbieter-Treiber oder eigene Kernel-Komponenten, die direkten Zugriff auf Hardware-Registern ermöglichen. Das Laden solcher Treiber erfordert eine Installation mit Administratorrechten und oft ein einmaliges Bestätigen durch den Nutzer.

Das Betriebssystem schützt diese Bereiche, da ein unkontrollierter Zugriff die Stabilität und Sicherheit des Systems gefährden kann. Daher ist es notwendig, dass der Benutzer CPU-Z mit erweiterten Rechten ausführt, sofern vollständige und präzise Hardwareinformationen inklusive Sensorwerte angezeigt werden sollen.

Speziell für UEFI und Mainboard-Informationen

Manche Mainboardinformationen, wie BIOS-Versionen oder Seriennummern, werden ebenfalls über spezielle Schnittstellen abgefragt, auf die der normale Benutzer eingeschränkten Zugriff hat. Hier kann CPU-Z entweder über signierte Treiber oder über vom System bereitgestellte Schnittstellen die Daten ermitteln. Je nach Sicherheitseinstellungen des Systems variiert die Verfügbarkeit dieser Daten.

Zusammenfassung der Berechtigungsanforderungen

Im Normalfall benötigt CPU-Z keine besonderen Berechtigungen, um die meisten Hardwareinformationen auszulesen. Für tiefergehende Details, speziell Sensorinformationen und Low-Level-Hardwarezugriffe, wird jedoch eine erhöhte Berechtigung nötig, sprich das Programm sollte mit Administratorrechten ausgeführt werden.

Dies bedeutet, dass CPU-Z entweder über einen erhöhten Token (Rechtsklick Als Administrator ausführen) gestartet werden muss oder im Rahmen der Installation eigene Treiber mit Systemrechten laden darf. Dadurch kann es auf alle notwendigen Systemressourcen zugreifen und die vollständigen Daten bereitstellen.

Ohne diese erhöhten Rechte funktioniert CPU-Z zwar, zeigt aber unter Umständen nur eine eingeschränkte oder unvollständige Ansicht der Systeminformationen an.

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