Was versteht man unter einem "Reverse Lookup Regex" und wie funktioniert er?
- Einführung in den Begriff "Reverse Lookup Regex"
- Funktionsweise von Lookup und Reverse Lookup in regulären Ausdrücken
- Anwendungsbeispiel und Bedeutung
- Einschränkungen und technische Aspekte
- Zusammenfassung
Einführung in den Begriff "Reverse Lookup Regex"
Der Begriff "Reverse Lookup Regex" setzt sich aus zwei Hauptkomponenten zusammen: Reverse Lookup und Regex. Dabei steht "Regex" für Regular Expressions, also reguläre Ausdrücke, die in der Informatik und Programmierung zur Mustererkennung in Texten verwendet werden. Der Ausdruck Reverse Lookup beschreibt im Allgemeinen das Vorgehen, aus einem Ergebnis oder einer Ausgabe auf eine ursprüngliche Eingabe oder einen Ursprung zurückzuschließen. Im Kontext von regulären Ausdrücken verbindet man diese beiden Konzepte meist durch eine spezielle Technik, um aus einem Text mittels Backreferenzen oder Lookaround-Ausdrücken Muster rückwärts zu erfassen oder bestimmte Bedingungen rückwirkend zu prüfen.
Funktionsweise von Lookup und Reverse Lookup in regulären Ausdrücken
In regulären Ausdrücken bezeichnet man mit Lookup häufig Lookahead und Lookbehind. Diese sogenannten Lookaround-Assertions sind spezielle Konstrukte, mit denen man prüfen kann, ob an einer bestimmten Textstelle ein bestimmtes Muster vorausgeht (Lookahead) oder zurückliegt (Lookbehind), ohne diese Muster tatsächlich zu konsumieren oder in das Ergebnis einzubeziehen. Ein Reverse Lookup Regex lässt sich – je nach Kontext – als eine Technik verstehen, die vor allem auf Lookbehind-Assertions basiert, da diese rückwärts schauen, also von der aktuellen Position im Text zurück in den bereits gelesenen Teil.
Anwendungsbeispiel und Bedeutung
Wenn man beispielsweise in einem Text alle Vorkommen eines Wortes finden möchte, vorausgesetzt direkt davor steht ein bestimmtes anderes Wort, könnte man in vielen Regex-Engines eine Lookbehind-Assertion verwenden, die quasi einen Reverse Lookup durchführt: Man sucht nach einem Muster, das nur akzeptiert wird, wenn es auf ein bestimmtes Submuster folgt. Obwohl reguläre Ausdrücke an sich keine echte Umkehrung von Strings oder eine Rückwärtssuche erlauben, ermöglichen Lookbehind-Ausdrücke doch eine Art rückwärtsgerichtete Prüfung. Dadurch entsteht der Eindruck eines Reverse Lookup. Diese Möglichkeit wird häufig bei der Validierung von Strings, Filtern von Texten oder auch bei Parsing-Aufgaben genutzt.
Einschränkungen und technische Aspekte
Das Konzept des Reverse Lookup Regex ist jedoch abhängig von der eingesetzten Regex-Engine, da nicht alle Engines Lookbehind unterstützen oder diese nur in begrenztem Umfang (häufig nur mit festen Längen) erlauben. Zudem ist das Verstehen und Schreiben solcher Ausdrücke anspruchsvoller, da man sich die Prüfung eines Musters vor der aktuellen Position vorstellen muss. Aufgrund dessen wird in der Praxis oft eine Kombination aus anderen Techniken verwendet, oder die Texte werden entsprechend vorverarbeitet, wenn komplexe Reverse Lookups erforderlich sind.
Zusammenfassung
Unter einem Reverse Lookup Regex versteht man im Wesentlichen den Versuch, eine rückwärtsgerichtete Suche oder Prüfung in einem Text mit regulären Ausdrücken durchzuführen. Dies wird vor allem durch Lookbehind-Assertions realisiert, die eine Art rückwärtigen Blick erlauben. Während reguläre Ausdrücke grundsätzlich vorwärts arbeiten, ermöglichen diese speziellen Konstrukte eine zielgerichtete und kontextabhängige Analyse auch im bereits gelesenen Textbereich. Die Anwendung erfordert aber Kenntnisse über die jeweiligen Möglichkeiten der verwendeten Regex-Engine und hat gewisse technische Einschränkungen.
