Was versteht man unter einem "Reverse Lookup Name" und wie funktioniert dieser?
- Einführung in den Begriff "Reverse Lookup Name"
- Funktionsweise des Reverse Lookup
- Anwendungsbereiche und Bedeutung
- Fazit
Einführung in den Begriff "Reverse Lookup Name"
Der Begriff "Reverse Lookup Name" stammt aus dem Bereich der Netzwerktechnik und der Domain Name System (DNS) Verwaltung. Grundsätzlich bezeichnet ein "Reverse Lookup" das Verfahren, bei dem anhand einer IP-Adresse der zugehörige Hostname oder Domainname ermittelt wird. Im Gegensatz zum normalen DNS-Lookup, bei dem ein Domainname in eine IP-Adresse aufgelöst wird, läuft der Prozess hier umgekehrt ab – daher auch der Begriff "reverse".
Funktionsweise des Reverse Lookup
Wenn ein Client oder ein Netzwerkgerät eine IP-Adresse erhält, kann es durch einen Reverse Lookup herausfinden, zu welchem Namen oder Host diese Adresse gehört. Dabei wird die IP-Adresse in eine spezielle Form umgewandelt, die für eine Abfrage im DNS genutzt werden kann. Bei IPv4-Adressen erfolgt dies häufig durch eine Umkehr der Oktette, ergänzt um die Domain in-addr.arpa. Zum Beispiel wird die IP-Adresse 192.0.2.1 in 1.2.0.192.in-addr.arpa umgewandelt und dann im DNS abgefragt.
Der DNS-Server, der für diese Reverse Lookup-Domäne zuständig ist, gibt dann den zugehörigen Namen zurück, falls ein sogenannter PTR-Eintrag (Pointer Record) vorhanden ist. Dieser PTR-Eintrag dient als Verknüpfung von der IP-Adresse zum Hostnamen. Ohne diesen Eintrag ist keine Rückwärtsauflösung möglich.
Anwendungsbereiche und Bedeutung
Reverse Lookup Namen sind besonders wichtig für die Fehlersuche in Netzwerken, Sicherheitsanalysen und bei der Protokollierung. So können Administratoren anhand von IP-Adressen nachvollziehen, welcher Host sich mit dem Netzwerk verbunden hat. Auch bei E-Mail-Servern wird ein Reverse Lookup oftmals verwendet, um zu prüfen, ob die absendende IP-Adresse tatsächlich zu dem angegebenen Domainnamen gehört, was zur Spam-Abwehr beiträgt.
Fazit
Ein "Reverse Lookup Name" ist der Hostname, der mittels einer umgekehrten DNS-Abfrage zu einer IP-Adresse ermittelt wird. Diese Methode ergänzt die klassische Namensauflösung und ist ein wichtiges Werkzeug zur Netzwerkanalyse, Sicherheitsüberprüfung und Systemadministration. Ohne die korrekten PTR-Einträge ist diese Rückwärtsauflösung allerdings nicht möglich, weshalb deren korrekte Einrichtung in vielen IT-Umgebungen von großer Bedeutung ist.
