Warum wird meine Festplatte in CrystalDiskInfo nicht erkannt?

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  1. Warum wird meine Festplatte in CrystalDiskInfo nicht erkannt?
  2. Grundlegendes zur Erkennung von Festplatten durch CrystalDiskInfo
  3. Unpassende Verbindung oder Schnittstelle
  4. Fehlende oder veraltete Treiber
  5. Deaktivierte oder eingeschränkte S.M.A.R.T.-Funktion
  6. Festplattenstatus und Kompatibilität
  7. Probleme mit CrystalDiskInfo-Version oder Einstellungen
  8. Fazit

Warum wird meine Festplatte in CrystalDiskInfo nicht erkannt?

Grundlegendes zur Erkennung von Festplatten durch CrystalDiskInfo

CrystalDiskInfo ist ein weitverbreitetes Tool zur Überwachung des Gesundheitszustands von Festplatten und SSDs mittels S.M.A.R.T.-Daten. Es greift dabei direkt auf die Hardware-Informationen der Speichergeräte zu. Wenn eine Festplatte in CrystalDiskInfo nicht erkannt wird, bedeutet dies, dass das Programm keine Verbindung zu dem betreffenden Laufwerk herstellen kann oder keine S.M.A.R.T.-Daten auslesen kann.

Unpassende Verbindung oder Schnittstelle

Ein häufiger Grund ist die Art der Verbindung der Festplatte zum Computer. CrystalDiskInfo arbeitet in erster Linie mit SATA- und NVMe-Laufwerken, die direkt über die Mainboard-Schnittstellen angebunden sind. Externe Festplatten, insbesondere solche, die über USB-Anschlüsse verbunden sind, werden nicht immer zuverlässig erkannt, da viele USB-Controller keine oder unvollständige S.M.A.R.T.-Daten weitergeben. Ebenso kann es bei eSATA- oder Thunderbolt-Verbindungen je nach Controller und Treiber Einschränkungen geben.

Fehlende oder veraltete Treiber

Die Erkennung und der Zugriff auf Festplatten hängt auch stark von den installierten Treibern ab. Wenn wichtige Systemtreiber, beispielsweise für den SATA-Controller oder NVMe-Treiber, fehlen oder veraltet sind, kann CrystalDiskInfo die angeschlossenen Festplatten nicht korrekt auslesen. Es empfiehlt sich daher, die neuesten Treiber vom Mainboard-Hersteller oder des Speichercontrollers zu installieren.

Deaktivierte oder eingeschränkte S.M.A.R.T.-Funktion

Eine weitere Ursache kann darin liegen, dass die S.M.A.R.T.-Funktion im BIOS/UEFI des Computers deaktiviert ist. CrystalDiskInfo benötigt die Aktivierung dieser Funktion, um die Diagnoseinformationen auszulesen. Manche Systeme bieten im BIOS die Möglichkeit, S.M.A.R.T. anzuschalten oder auszuschalten – eine Deaktivierung verhindert die Erkennung durch Tools wie CrystalDiskInfo.

Festplattenstatus und Kompatibilität

Es ist auch möglich, dass die Festplatte selbst Probleme hat, etwa defekte Firmware oder einen Hardwarefehler, der die Kommunikation blockiert. In seltenen Fällen kann auch die Festplattenart (z.B. sehr alte IDE-Laufwerke oder neuere proprietäre Speicherlösungen) inkompatibel mit CrystalDiskInfo sein. Zudem erkennen einige Tools keine RAID-Verbundlaufwerke oder virtuelle Laufwerke, da diese auf einem abstrahierten Level betrieben werden.

Probleme mit CrystalDiskInfo-Version oder Einstellungen

Auch die eingesetzte Version von CrystalDiskInfo spielt eine Rolle. Ältere Versionen unterstützen unter Umständen neuere Laufwerkstypen oder Schnittstellen nicht ausreichend. Zudem gibt es verschiedene Versionen des Tools, wie Standard-Edition, Shizuku Edition oder die Blue Edition, die unterschiedliche Treiber-Support und Erkennungsmöglichkeiten bieten. In den Einstellungen von CrystalDiskInfo kann zudem die automatische Erkennung bestimmter Laufwerkstypen deaktiviert sein, was überprüft werden sollte.

Fazit

Zusammengefasst gibt es mehrere mögliche Gründe, warum eine Festplatte nicht in CrystalDiskInfo erkannt wird. Hauptursachen sind häufig die Art der Verbindung (insbesondere externe USB-Laufwerke), fehlende oder veraltete Treiber, deaktivierte S.M.A.R.T.-Funktion im BIOS, Hardwarefehler der Festplatte, sowie Einschränkungen der Software-Version. Eine sorgfältige Überprüfung dieser Punkte kann meist zur Lösung des Problems beitragen. Weiterhin kann es hilfreich sein, zusätzliche Diagnoseprogramme oder Tools des Festplattenherstellers zu verwenden, um den Zustand des Laufwerks zu prüfen.

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