Warum werden meine Schriftarten in InDesign nach dem Export als PDF nicht korrekt angezeigt?

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  1. Fehlende oder nicht eingebettete Schriftarten
  2. Verwendung von Schriftarten mit Lizenzbeschränkungen
  3. Falsche Textrahmen- oder Schriftschnitt-Einstellungen
  4. Probleme mit Text als Kurven oder Transparenzen
  5. Falsche PDF-Export-Voreinstellungen oder Version
  6. Zusammenfassung

Fehlende oder nicht eingebettete Schriftarten

Ein häufiger Grund für Schriftartenprobleme nach dem Export eines PDF aus InDesign ist, dass die Schriftarten nicht korrekt eingebettet wurden. InDesign bietet die Möglichkeit, Schriften beim Export in die PDF-Datei einzubetten, damit der Text auch auf anderen Systemen exakt so dargestellt wird wie im Originaldokument. Werden die Schriften nicht eingebettet – etwa weil sie lizenziert oder aus technischen Gründen gesperrt sind –, ersetzt der PDF-Reader sie durch Ersatzschriftarten. Das kann zu ungewollten Darstellungen führen. Daher ist es wichtig, im PDF-Export-Dialog unter "Erweitert" auf die Einstellungen der Schriftarten-Einbettung zu achten und sicherzustellen, dass alle verwendeten Schriften vollständig oder zumindest teilweise eingebettet werden.

Verwendung von Schriftarten mit Lizenzbeschränkungen

Einige Schriftarten verhindern aus Lizenzgründen das Einbetten in PDFs. Diese Einschränkungen können dazu führen, dass InDesign beim Export nur einen Teil der Schriftart oder gar keine Schriftdatei in die PDF-Datei integriert. Wenn die PDF dann auf einem anderen Computer geöffnet wird, auf dem die Schrift nicht installiert ist, wird eine Standardschrift verwendet, was die Darstellung verändert. Um dies zu vermeiden, sollte man entweder lizenzfreie oder für das Einbetten freigegebene Schriftarten nutzen oder für wichtige Projekte Schriften erwerben, die problemlos eingebettet werden können.

Falsche Textrahmen- oder Schriftschnitt-Einstellungen

Manchmal führt auch eine falsche Anwendung von Schriftschnitten (wie Fett oder Kursiv), die nicht als echte Schriftschnitte in der verwendeten Schriftfamilie vorhanden sind, zu Problemen. Wenn InDesign z. B. den Effekt "Fett" künstlich erzeugt statt eine echte Bold-Variante der Schriftart zu verwenden, kann das bei der PDF-Erstellung zu unerwarteten Darstellungsfehlern führen. Auch die Verwendung von ungewöhnlichen Schriftschnittkombinationen oder das Einbetten mehrerer Varianten derselben Schriftfamilie kann Probleme verursachen. Hier hilft es, die Schriftschnitt-Auswahl im Dokument zu überprüfen und möglichst nur echte Schriftschnitte zu verwenden.

Probleme mit Text als Kurven oder Transparenzen

Bei komplexen Layouts mit Transparenzen oder Spezialeffekten kann es vorkommen, dass Text in der PDF nicht mehr als echter Text, sondern als Bild oder Pfad erscheint. Zwar tritt dieses Problem seltener auf, doch kann es dazu führen, dass die Schrift nicht korrekt angezeigt wird oder die Kantenglättung verloren geht. Um dies zu verhindern, sollte man sicherstellen, dass beim Export keine Transparenzen reduziert werden und dass die Einstellungen für die Ausgabe von Texten auf "als Text" gesetzt sind, sofern dies möglich ist.

Falsche PDF-Export-Voreinstellungen oder Version

Die Art der PDF-Version, die beim Export gewählt wird, kann ebenfalls Einfluss auf die Schriftart-Darstellung haben. Ältere PDF-Standards unterstützen manche Schriftfunktionen nicht vollständig. Je nach Zielanwendung zum Beispiel Druckerei oder Web, kann die Auswahl von PDF/X oder PDF/A mit bestimmten Schrift-Einbettungsoptionen verbunden sein, die Einschränkungen mit sich bringen. Es ist ratsam, die PDF-Export-Voreinstellungen gezielt zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen, um die bestmögliche Kompatibilität und Darstellung zu erzielen.

Zusammenfassung

Insgesamt hängen Probleme mit falsch angezeigten Schriftarten beim PDF-Export aus InDesign meist mit der Einbettung der Schriften und deren Lizenzierungen zusammen. Wenn Schriften nicht eingebettet oder nur teilweise enthalten sind, werden auf anderen Geräten Ersatzschriften genutzt, die das Layout verändern. Die Nutzung von echten Schriftschnitten, die Vermeidung künstlicher Effekte und die richtige Einstellung beim PDF-Export sind entscheidend, um eine korrekte und konsistente Darstellung zu gewährleisten. Im Zweifel hilft es, das exportierte PDF auf verschiedenen Geräten zu testen und im Exportmenü genau auf die Schrifteinstellungen zu achten.

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