Warum werden manche Netzlaufwerke nicht von FolderSizes erkannt?

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  1. Technische Hintergründe der Netzlaufwerkserkennung
  2. Zugriffsrechte und Netzwerksicherheit
  3. Netzwerkprotokolle und Verbindungstypen
  4. Mapping im Kontext von Benutzerkonten
  5. Fehlende oder beschädigte Netzwerklaufwerk-Mappings
  6. Zusammenfassung

Technische Hintergründe der Netzlaufwerkserkennung

FolderSizes ist ein Tool zur Analyse von Festplatten- und Netzwerkspeicherplatz. Es funktioniert, indem es auf die zugrunde liegenden Dateisysteme zugreift und die Struktur sowie die Größe der Ordner ermittelt. Netzlaufwerke werden dabei üblicherweise als gemappte Laufwerksbuchstaben, etwa Z: oder Y:, eingebunden und vom Programm wie lokale Laufwerke behandelt. Allerdings gibt es verschiedene Faktoren, die dazu führen können, dass manche Netzlaufwerke von FolderSizes nicht erkannt oder korrekt verarbeitet werden. Ein wesentlicher Grund ist, dass FolderSizes auf der Windows-Schnittstelle beruht und nicht alle Netzwerkanbindungen gleich behandelt werden.

Zugriffsrechte und Netzwerksicherheit

Einer der häufigsten Gründe für das Nicht-Erkennen liegt in den Zugriffsrechten. Netzlaufwerke können so konfiguriert sein, dass der aktuelle Benutzer zwar Zugriff im Windows-Explorer hat, aber nicht alle Anwendungen automatisch dieselben Berechtigungen erhalten. FolderSizes benötigt ausreichende Rechte, um Ordnerinhalte auszulesen. Wenn zum Beispiel das Netzlaufwerk über Anmeldedaten gemappt wurde, die eine zusätzliche Authentifizierung erfordern oder wenn der Zugriff über ein Dienstkonto erfolgt, das nicht die passenden Rechte besitzt, kann FolderSizes das Laufwerk nicht anzeigen.

Netzwerkprotokolle und Verbindungstypen

Manche Netzlaufwerke sind nicht als klassische SMB (Server Message Block) Freigaben eingebunden, sondern verwenden alternative Protokolle oder Methoden. Beispielsweise können WebDAV-Laufwerke, FTP-Laufwerke oder Verbindungen zu Cloud-Speichern als Netzlaufwerk angezeigt werden. FolderSizes unterstützt jedoch primär SMB-Freigaben, da diese direkt mit den nativen Windows-Funktionen kompatibel sind. Bei alternativen Protokollen fehlt häufig der nötige Zugriff auf die Dateisystemmetadaten, was zur Folge hat, dass FolderSizes diese Laufwerke nicht erkennt oder nicht darauf zugreifen kann.

Mapping im Kontext von Benutzerkonten

Ein weiterer technischer Aspekt ist das sogenannte Kontextproblem bei Netzlaufwerken. Netzlaufwerke, die in einer Benutzer-Sitzung gemappt wurden, sind innerhalb anderer Sitzungen oder von Anwendungen mit anderen Privilegienstufen (z. B. als Administrator oder Dienst) nicht immer sichtbar. Wenn FolderSizes als Systemdienst oder mit erhöhten Rechten läuft, aber das Netzlaufwerk unter einem Standardbenutzer gemappt wurde, kann es passieren, dass das Laufwerk gar nicht angezeigt wird, obwohl es im Explorer sichtbar ist. Dies liegt daran, dass jedes Benutzerkonto seine eigene Laufwerkszuordnung hat, die nicht systemweit gilt.

Fehlende oder beschädigte Netzwerklaufwerk-Mappings

In manchen Fällen kann das Problem auch technischer Natur sein, wie fehlerhafte Mappings oder temporäre Netzwerkprobleme. Wenn ein Netzlaufwerk im Explorer zwar angezeigt wird, aber die Verbindung nicht stabil ist oder zeitweise unterbrochen wird, kann FolderSizes keinen Zugriff herstellen und das Laufwerk daher nicht erkennen. Auch beschädigte Einträge in der Registry oder veraltete Laufwerkszuordnungen können dazu führen, dass FolderSizes beim Scan nicht auf das Netzlaufwerk zugreifen kann.

Zusammenfassung

Das Erkennen von Netzlaufwerken durch FolderSizes ist stark abhängig von der Art der Einbindung des Netzlaufwerks, den Benutzerberechtigungen, dem verwendeten Netzwerkprotokoll sowie der Art und Weise, wie Netzlaufwerke unter Windows gemappt sind. Nur klassisch über SMB gemappte und mit passenden Benutzerrechten versehene Netzlaufwerke sind für FolderSizes problemlos zugänglich. Abweichungen hiervon, wie unterschiedliche Protokolle, unzureichende Rechte oder unterschiedliche Benutzerkontexte, können dazu führen, dass FolderSizes einige Netzlaufwerke nicht erkennt. Deshalb empfiehlt es sich, vor der Analyse sicherzustellen, dass die Netzlaufwerke im selben Benutzerkontext gemappt sind und die nötigen Zugriffsrechte bestehen.

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