Warum kann ich keine Transaktionen in der Banking Aggregator App durchführen?

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  1. Technische Einschränkungen bei Banking Aggregator Apps
  2. Regulatorische und Sicherheitsaspekte
  3. Bankenspezifische Einschränkungen und fehlende Integration
  4. Nutzerbezogene Faktoren
  5. Fazit

Technische Einschränkungen bei Banking Aggregator Apps

Banking Aggregator Apps dienen primär dazu, Kontoinformationen verschiedener Banken an einem Ort übersichtlich darzustellen. Dabei liegt der Fokus oft auf dem Abruf von Kontoständen, Umsätzen und Finanzübersichten. Viele dieser Apps sind technisch oder regulatorisch allerdings nicht dazu befugt, aktive Transaktionen wie Überweisungen direkt auszuführen. Dies liegt daran, dass die erforderlichen Schnittstellen, die sichere Initiierung von Zahlungen ermöglichen, nicht bei allen Banken in der gleichen Form bereitstehen, oder dass der Aufwand zur Integrationen auf Seiten der Aggregatoren sehr hoch ist.

Regulatorische und Sicherheitsaspekte

Vor allem aus Sicherheitsgründen werden Transaktionen streng kontrolliert. Banken unterliegen der sogenannten PSD2-Richtlinie, die stabile Sicherheitsmechanismen für Zahlungsinitiationen vorschreibt, etwa mittels starker Kundenauthentifizierung (Strong Customer Authentication, SCA). Nur Apps, die als Zahlungsdienstleister autorisiert sind und entsprechende Zertifikate besitzen, dürfen Zahlungen initiieren. Viele Banking Aggregator Apps besitzen jedoch lediglich Zugriffsrechte zum Auslesen von Kontodaten (z.B. via "Kontoinformationsdienste") ohne die notwendige Zulassung als "Zahlungsinitiierungsdienstleister". Dadurch sind sie technisch und rechtlich auf die Anzeige von Daten beschränkt und können keine Transaktionen durchführen.

Bankenspezifische Einschränkungen und fehlende Integration

Auch wenn eine Banking Aggregator App eigentlich Transaktionen unterstützen würde, müssen alle angebundenen Banken dies technisch ermöglichen. Einige Banken bieten möglicherweise keine offenen oder einheitlichen APIs für Zahlungsaufträge an, oder sie schränken die Nutzung auf ihre eigenen Apps und Webseiten ein. Dadurch kann der Aggregator keine einheitliche oder vollständige Funktionalität zum Ausführen von Überweisungen anbieten. Zudem kann es sein, dass nur ausgewählte Banken mit der App zusammenarbeiten, sodass die Transaktionsfunktion eingeschränkt oder deaktiviert ist.

Nutzerbezogene Faktoren

Ein weiterer Grund liegt in der individuellen Nutzerkonfiguration: Ohne vollständige Freischaltung oder Verknüpfung des jeweiligen Bankkontos mit der App sind Transaktionen nicht möglich. Oft verlangt die App zusätzliche Berechtigungen, Registrierungen oder die Authentifizierung über separate Mechanismen. Fehlen diese Voraussetzungen, kann die App zwar Kontoinformationen anzeigen, jedoch keine Transaktionen starten. Außerdem kann es vorkommen, dass Sicherheitsfunktionen wie Push-TAN oder biometrische Freigaben des Nutzers nicht korrekt eingerichtet sind, was eine Transaktionsausführung verhindert.

Fazit

Zusammenfassend sind Transaktionen in Banking Aggregator Apps oft nicht möglich, weil diese Apps vorrangig als Informationsplattformen konzipiert sind und keine oder nur eingeschränkte Erlaubnis zur Zahlungsinitiierung besitzen. Die Kombination aus regulatorischen Vorgaben, technischen Voraussetzungen bei Banken, fehlender Integration und sicherheitsbedingten Nutzereinstellungen führt dazu, dass am Ende nur eine reine Kontoinformationsfunktion gewährleistet wird. Wer Transaktionen ausführen möchte, sollte dafür in der Regel die offizielle Banking-App seiner Bank nutzen oder eine speziell dazu autorisierte Zahlungsdienstleister-App verwenden.

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