Warum ist die Remote Desktop Connection zoomein und wie kann ich das Problem beheben?

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  1. Einleitung
  2. Ursachen für eine "zoomein" Darstellung bei Remote Desktop Connection
  3. Wie beeinflussen Auflösung und Skalierung die Darstellung?
  4. Praktische Lösungsansätze
  5. Fazit

Einleitung

Bei der Verwendung der Remote Desktop Connection (RDP) kann es vorkommen, dass die entfernte Sitzung stark vergrößert oder "zoomein" dargestellt wird. Dies führt dazu, dass nur ein Teil des Bildschirms sichtbar ist und die Benutzeroberfläche vergrößert erscheint. Das kann die Benutzererfahrung erheblich beeinträchtigen, da die Navigation und Bedienung erschwert werden. In diesem Artikel werden die möglichen Ursachen für dieses Problem erläutert und praktische Lösungsansätze vorgestellt.

Ursachen für eine "zoomein" Darstellung bei Remote Desktop Connection

Das größte Problem im Zusammenhang mit einer übergroßen Darstellung innerhalb einer RDP-Sitzung entsteht meist durch eine falsche Auflösungseinstellung oder durch das Skalierungsverhalten des lokalen und des entfernten Systems. Moderne Bildschirme mit hoher Pixelanzahl, sogenannte HiDPI-Monitore, nutzen häufig eine Skalierung, um die Inhalte lesbar zu machen. Wenn die Skalierungseinstellungen zwischen dem lokalen Rechner und dem Remote-System nicht übereinstimmen, erscheint das Bild gezoomt. Auch die Einstellungen des RDP-Clients selbst, beispielsweise das manuelle Anpassen der Auflösung, können eine Rolle spielen.

Wie beeinflussen Auflösung und Skalierung die Darstellung?

Die Remote Desktop Verbindung versucht, die Bildschirmauflösung des entfernten PCs auf dem lokalen Monitor abzubilden. Ist die Auflösung jedoch sehr hoch oder wird vom lokalen System eine Skalierung von beispielsweise 150% oder mehr verwendet, kann die RDP-Verbindung die Inhalte so anpassen, dass sie größer und damit "vergrößert" wirken. Dadurch werden Symbole und Texte größer dargestellt, als gewünscht, und es erscheint, als wäre die Ansicht gezoomt.

Praktische Lösungsansätze

Um die unerwünschte Zoom-Effekt zu vermeiden, lassen sich mehrere Einstellungen überprüfen und anpassen. Zunächst sollte man die Skalierungseinstellungen auf dem lokalen Rechner kontrollieren und gegebenenfalls anpassen. In den Anzeigeeinstellungen von Windows kann man unter "Skalierung und Anordnung" festlegen, ob eine Skalierung von 100% angewandt wird. Weiterhin empfiehlt es sich, die Auflösung der Remote Desktop Sitzung passend einzustellen. Im RDP-Client kann man vor dem Verbindungsaufbau die gewünschte Bildschirmauflösung auswählen, die idealerweise mit der nativen Auflösung des lokalen Monitors übereinstimmt.

Zusätzlich gibt es in neueren Windows-Versionen Optionen, die eine automatische Anpassung der Skalierung bei Remote Desktop Verbindungen ermöglichen. Bei aktiviertem "Dieses Gerät passt die Anzeige bei der Remotedesktop-Sitzung automatisch an" werden Skalierungsprobleme minimiert.

Falls weiterhin Probleme auftreten, kann es helfen, beim RDP-Client unter "Optionen" im Tab "Anzeige" die Option "Plattformen mit hoher DPI-Skalierung überschreiben" zu deaktivieren oder eingeschränkt zu verwenden.

Fazit

Die zoomein Darstellung bei der Remote Desktop Connection ist häufig auf falsche Auflösungs- oder Skalierungseinstellungen zurückzuführen. Durch das Anpassen der lokalen Skalierung, die Auswahl der passenden Bildschirmauflösung im RDP-Client und die Nutzung von DPI-Skalierungseinstellungen kann das Problem meist schnell behoben werden. So wird die Bildschirmanzeige innerhalb der Remote-Sitzung optimal dargestellt, ohne dass das Bild vergrößert oder verzerrt wird.

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