Warum funktioniert die Anzeige von NFT-Bildern oder Medien nicht zuverlässig?

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  1. Grundlagen der NFT-Speicherung und -Anzeige
  2. Probleme mit externen Hosting-Diensten
  3. Herausforderungen bei dezentralen Speichern
  4. Unterschiedliche Standards und Kompatibilität
  5. Zusammenfassung

Grundlagen der NFT-Speicherung und -Anzeige

NFTs (Non-Fungible Tokens) sind digitale Besitznachweise, die auf einer Blockchain gespeichert werden.

Anders als klassische digitale Dateien werden beim NFT jedoch meist nicht die eigentlichen Medien (Bilder, Videos etc.) direkt auf der Blockchain abgelegt. Stattdessen enthält ein NFT in der Regel einen Verweis, meist eine URL oder einen sogenannten "Token URI",

welche auf das eigentliche Asset verweist, das auf externen Servern oder dezentralen Speichern gehostet wird.

Diese Trennung zwischen Blockchain und Medienhosting ist eine häufige Fehlerquelle bei der Anzeige von NFT-Inhalten.

Probleme mit externen Hosting-Diensten

Viele NFT-Projekte nutzen zentrale Server oder Cloud-Dienste, um die Medieninhalte zu speichern. Diese Ressourcen können sich ändern, offline gehen oder gelöscht werden, wodurch die Referenz auf das ursprüngliche Bild oder Medium ins Leere läuft.

Solche Broken Links führen dazu, dass Wallets, Marktplätze oder NFT-Galerien keine Medieninhalte anzeigen können.

Zudem können Zugriffsrechte, CORS-Restriktionen oder langsame Serverauslieferungen die Ladezeiten negativ beeinflussen und das Nutzererlebnis verschlechtern.

Herausforderungen bei dezentralen Speichern

Alternativ werden dezentrale Speicherlösungen wie IPFS (InterPlanetary File System) oder Arweave verwendet, die die Daten redundant und manipulationssicher speichern sollen.

Allerdings ist die Zuverlässigkeit dieser Systeme noch stark von der Verbreitung und Verfügbarkeit der Datenknoten abhängig.

Wenn ein NFT-Medium beispielsweise nur selten durch Knoten gehostet wird oder nicht gepinnt ist, kann der Zugriff lange dauern oder ganz fehlschlagen.

Außerdem sind IPFS-Hashes kryptische Strings, die von manchen Browsern oder Plattformen nicht ohne weiteres unterstützt werden.

Unterschiedliche Standards und Kompatibilität

Es existieren verschiedene Standards und Metadaten-Formate für NFTs, wie ERC-721 oder ERC-1155, die unterschiedliche Informationen und Strukturen verwenden.

Plattformen interpretieren diese Metadaten manchmal unterschiedlich, was dazu führen kann, dass manche Metadatenfelder nicht korrekt ausgelesen werden.

Auch die Art der Medieneinbindung (z.B. eingebettete Bilder, Animationen, 3D-Modelle) kann komplex sein und nicht von allen Wallets, Marktplätzen oder Browsern gleichermaßen unterstützt werden.

Zusammenfassung

Die nicht zuverlässige Anzeige von NFT-Bildern oder Medien resultiert vor allem aus der Trennung von NFT-Token und der eigentlichen Mediendatei, die häufig extern gehostet wird.

Probleme mit zentralisierten Servern, Herausforderungen bei dezentralen Speichern, unterschiedliche technische Standards sowie Kompatibilitätsprobleme führen dazu, dass Medieninhalte nicht immer korrekt oder schnell geladen werden können.

Für eine zuverlässige Darstellung von NFT-Medien sind also sowohl eine robuste Infrastruktur als auch standardisierte und gut unterstützte Metadatenformate notwendig.

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