Warum funktionieren bestimmte Schriftarten in Adobe Express nicht?
- Technische Kompatibilität und Webfont-Unterstützung
- Lizenz- und Urheberrechtsbeschränkungen
- Technische Einschränkungen bei der Einbindung eigener Schriftarten
- Unterschiede zwischen Desktop- und Webanwendungen
- Fazit
Technische Kompatibilität und Webfont-Unterstützung
Adobe Express ist eine webbasierten Plattform zur Gestaltung von Grafiken, bei der die Verfügbarkeit von Schriftarten stark von der technischen Infrastruktur und unterstützten Formaten abhängt. Manche Schriftarten, insbesondere solche, die proprietär sind oder spezielle Lizenzbedingungen enthalten, werden nicht als Webfonts bereitgestellt oder sind in Formaten verfügbar, die Adobe Express nicht verarbeiten kann. Das führt dazu, dass diese Schriften in der Anwendung nicht angezeigt oder benutzt werden können. Außerdem nutzt Adobe Express eine bestimmte Sammlung von Schriftarten, die für Webanwendungen optimiert sind. Schriftarten, die nur lokal auf einem Gerät installiert sind und nicht über die Adobe Fonts-Bibliothek oder andere webbasierte Quellen eingebunden sind, können von Adobe Express schlicht nicht erkannt werden.
Lizenz- und Urheberrechtsbeschränkungen
Viele Schriftarten unterliegen Lizenzbedingungen, die deren Nutzung auf Webplattformen einschränken oder verbieten. Adobe achtet strikt darauf, nur solche Schriftarten zur Verfügung zu stellen, bei denen die Rechte für den Einsatz in webbasierten Anwendungen geklärt sind. Es kann daher sein, dass bestimmte beliebte oder individuelle Schriftarten nicht in Adobe Express verwendbar sind, weil die erforderlichen Weblizenzrechte fehlen oder nicht erworben wurden. Dies schützt sowohl die Rechteinhaber als auch Adobe selbst vor rechtlichen Problemen und vermeidet das unautorisierte Verbreiten von Schriftarten.
Technische Einschränkungen bei der Einbindung eigener Schriftarten
Adobe Express erlaubt im Gegensatz zu klassischen Desktop-Programmen wie Adobe Photoshop oder Illustrator nicht uneingeschränkt das Hochladen und Verwenden eigener, lokaler Schriftarten. Diese Limitierung hat den Grund in der Komplexität der Font-Integration im Browser und der Notwendigkeit, die Webanwendung performant zu halten. Da bestimmte Schriftarten spezielle Formate oder komplexe Font-Technologien nutzen (beispielsweise variable Fonts, exotische Ligaturen oder Unicode-Features), ist ihre reibungslose Darstellung im Rahmen von Adobe Express nicht immer gewährleistet. Dadurch funktioniert nicht jede individuell hinzugefügte oder gewünschte Schriftart technisch zuverlässig.
Unterschiede zwischen Desktop- und Webanwendungen
Ein wichtiger Faktor bei der Nutzung von Schriftarten in Adobe Express ist, dass es sich um eine Cloud-Anwendung handelt, die im Browser läuft. Im Gegensatz zu lokalen Programmen braucht Adobe Express Schriftarten, die für Webanwendungen geeignet sind, also in einem browserkompatiblen Format vorliegen und über Server bereitgestellt werden können. Viele Schriftarten, die auf dem lokalen Rechner installiert sind, sind nicht für die Nutzung im Browser ausgelegt oder behindern die Ladezeiten und Performance der Webanwendung. Daher setzt Adobe Express auf eine kuratierte Auswahl an Fonts, die gut skalieren, schnell laden und plattformübergreifend identisch dargestellt werden können.
Fazit
Zusammenfassend funktionieren bestimmte Schriftarten in Adobe Express nicht, weil die Plattform primär auf Webfonts und lizenzierte Schriftarten setzt, die technisch kompatibel sind und eindeutig lizenzrechtlich geklärt wurden. Proprietäre, lokale oder nicht webgerechte Schriften können entsprechend nicht eingebunden werden. Zudem begrenzen technische und sicherheitstechnische Anforderungen im Web den Umfang der nutzbaren Schriftarten im Vergleich zu klassischen Desktop-Programmen. Wer individuellere Schriftarten verwenden möchte, sollte daher prüfen, ob diese in der Adobe Fonts-Bibliothek verfügbar sind oder alternativ auf Desktop-Anwendungen zurückgreifen, die das Hochladen eigener Fonts unterstützen.
