Lightroom Änderungen automatisch in XMP speichern?
- Was bedeutet das automatische Speichern von Änderungen in XMP-Dateien?
- Warum möchte man Änderungen automatisch in XMP speichern?
- Wie stellt man in Lightroom das automatische Speichern in XMP ein?
- Was sind die Grenzen und Besonderheiten beim Umgang mit XMP-Dateien?
- Fazit zum automatischen Speichern von Lightroom-Änderungen in XMP
Was bedeutet das automatische Speichern von Änderungen in XMP-Dateien?
Adobe Lightroom erzeugt für jedes importierte Bild verschiedene Metadaten, die unter anderem die Bearbeitungsparameter enthalten. Standardmäßig werden diese Änderungen in der Lightroom-Datenbank gespeichert, welche innerhalb von Lightroom verwaltet wird. Das automatische Speichern von Änderungen in sogenannten XMP-Dateien bedeutet, dass Lightroom zusätzlich zu seiner internen Datenbank die editierbaren Informationen auch extern im Bildordner in separaten Textdateien mit der Endung .xmp ablegt. Diese XMP-Dateien enthalten sämtliche Anpassungen wie Belichtungskorrekturen, Farbänderungen oder Stichwörter. Auf diese Weise sind die Bearbeitungen für andere Programme sichtbar und bleiben auch unabhängig von Lightroom erhalten.
Warum möchte man Änderungen automatisch in XMP speichern?
Das automatische Abspeichern der Bearbeitungen in XMP-Dateien kann mehrere Vorteile bieten. Zum einen erhöht es die Datensicherheit, da die Änderungen nicht ausschließlich in der Lightroom-Datenbank gespeichert sind, welche beschädigt oder verloren gehen kann. Ebenso erleichtert dies die Zusammenarbeit mit anderen Programmen oder Nutzern, da die XMP-Dateien die Anpassungen enthalten, die dann auch von kompatiblen Applikationen gelesen und interpretiert werden können. Weiterhin erlaubt es eine bessere Archivierung und Nachvollziehbarkeit der Bearbeitungsschritte, ohne die Lightroom-Software zwingend geöffnet haben zu müssen.
Wie stellt man in Lightroom das automatische Speichern in XMP ein?
Um in Adobe Lightroom Classic das automatische Abspeichern der Änderungen in XMP-Dateien zu aktivieren, öffnet man zunächst die Programmeinstellungen. Im Reiter Metadaten befindet sich eine Option mit der Bezeichnung Automatisch Änderungen in XMP speichern. Ein Häkchen bei dieser Option sorgt dafür, dass Lightroom bei jeder Bearbeitung die entsprechenden XMP-Dateien aktualisiert. Es entsteht somit ein synchroner Stand zwischen der Lightroom-Datenbank und den externen Metadaten. Beachten sollte man, dass durch regelmäßiges Schreiben der XMP-Dateien die Performance minimal beeinflusst werden kann, vor allem bei großen Katalogen oder langsameren Festplatten.
Was sind die Grenzen und Besonderheiten beim Umgang mit XMP-Dateien?
Nicht alle Dateiformate unterstützen das Speichern von XMP-Metadaten direkt im Bild. Beispielsweise können RAW-Dateien wie von Canon (CR2) oder Nikon (NEF) nicht direkt beschrieben werden, weshalb die XMP als separate Datei angelegt wird. JPEGs, TIFFs oder DNGs hingegen können die Metadaten intern speichern. Darüber hinaus sollte man beachten, dass bei Löschen der XMP-Dateien die gespeicherten Änderungen außerhalb von Lightroom verloren gehen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Backups der XMP-Dateien anzulegen oder ein konsequentes Datenmanagement zu implementieren.
Fazit zum automatischen Speichern von Lightroom-Änderungen in XMP
Das automatische Speichern von Bearbeitungen in XMP-Dateien in Lightroom ist eine praktikable Möglichkeit, um die Bearbeitungsinformationen außerhalb der Lightroom-Datenbank für andere Anwendungen nutzbar zu machen und die Sicherheit der Metadaten zu erhöhen. Durch das Aktivieren dieser Funktion im Einstellungsbereich Metadaten erhält man eine bessere Flexibilität im Workflow und kann die Nachvollziehbarkeit der Bildbearbeitung gewährleisten. Allerdings sollte man sich der Auswirkungen auf Performance sowie das Management der Dateien bewusst sein, um den Mehrwert optimal zu nutzen.
