Kann VLC als Video Editor verwendet werden?

Melden
  1. Grundfunktionen von VLC in Bezug auf Videobearbeitung
  2. Schneiden von Videos mit VLC
  3. Filter und Effekte in VLC
  4. Warum VLC kein vollwertiger Video Editor ist
  5. Alternativen zu VLC für die Videobearbeitung
  6. Fazit

VLC Media Player ist vor allem als vielseitiger, kostenloser Mediaplayer bekannt, der zahlreiche Audio- und Videoformate unterstützt. Aufgrund seiner Beliebtheit fragen sich viele Nutzer, ob VLC auch als Video Editor eingesetzt werden kann, um Videos zu schneiden oder anderweitig zu bearbeiten. In diesem Artikel gehen wir ausführlich darauf ein, welche Bearbeitungsfunktionen VLC bietet und ob es als Video Editor geeignet ist.

Grundfunktionen von VLC in Bezug auf Videobearbeitung

VLC besitzt einige einfache Funktionen, die als Basiselemente der Videobearbeitung angesehen werden können. So bietet der Player beispielsweise die Möglichkeit, Videos zu schneiden, indem man bestimmte Start- und Endpunkte festlegt und einen Ausschnitt exportiert. Außerdem lassen sich grundlegende Filter einsetzen, zum Beispiel zur Farbkorrektur oder Verzerrung. Eine Timeline oder Mehrspur-Bearbeitung wie bei professionellen Schnittprogrammen existiert jedoch nicht.

Schneiden von Videos mit VLC

Das Zuschneiden oder Schneiden von Videos ist in VLC über die Aufnahme-Funktion realisierbar. Dabei spielt man das gewünschte Video ab, startet die Aufnahme zum gewünschten Zeitpunkt und stoppt sie wieder, sobald der mögliche Ausschnitt erreicht ist. Dieses Verfahren funktioniert zwar, ist aber eher umständlich und ungenau, da keine präzise Timeline-Steuerung oder Trimm-Funktion zur Verfügung steht.

Filter und Effekte in VLC

VLC verfügt über eine Reihe von Video- und Audiofiltern, mit denen man beispielsweise die Helligkeit, den Kontrast oder die Farben anpassen kann. Diese Filter können während der Wiedergabe angewendet und im Video gespeichert werden, was bei der optischen Nachbearbeitung hilfreich sein kann. Allerdings eignen sich diese Filter eher für einfache Korrekturen als für komplexe Effekte.

Warum VLC kein vollwertiger Video Editor ist

Trotz der genannten Funktionen ist VLC grundsätzlich kein Video Editor im klassischen Sinn. Es fehlen wichtige Werkzeuge wie eine mehrspurige Timeline, Übergänge, Titelerstellung, Effekte, Keyframe-Animationen und präzise Trimm-Möglichkeiten. Auch das Exportieren in verschiedene Formate und mit individuellen Einstellungen wird durch speziellere Schnittprogramme wesentlich komfortabler und leistungsfähiger durchgeführt.

Alternativen zu VLC für die Videobearbeitung

Wer ernsthaft Videos bearbeiten möchte, findet mit speziellen Programmen wie Adobe Premiere Pro, DaVinci Resolve oder dem kostenfreien Shotcut oder OpenShot weitaus geeignetere Werkzeuge. Diese bieten umfangreiche Funktionen, eine intuitive Benutzeroberfläche und professionelle Ergebnisse, die mit VLC nicht erreicht werden können.

Fazit

VLC Media Player kann einfache Videoschnitte und Farbkorrekturen durchführen, ist aber kein Ersatz für echte Videoeditoren. Für gelegentliches Trimmen oder das Anwenden kleiner Filter kann VLC ausreichen. Wer jedoch komplexere Videobearbeitung plant, sollte auf speziell entwickelte Schnittprogramme zurückgreifen, die deutlich mehr Möglichkeiten bieten und den Workflow erleichtern.

0

Kommentare