Gibt es Anti-Allergiker Katzen und wie geeignet sind sie für Allergiker?

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  1. Was versteht man unter Anti-Allergiker Katzen?
  2. Welche Ursachen liegen Katzenallergien zugrunde?
  3. Welche Katzen gelten als anti-allergisch?
  4. Wie kann man Allergien bei Kontakt mit Katzen trotzdem reduzieren?
  5. Fazit: Gibt es wirklich Anti-Allergiker Katzen?

Was versteht man unter Anti-Allergiker Katzen?

Der Begriff Anti-Allergiker Katzen bezeichnet Katzenrassen oder einzelne Katzen, die als weniger allergieauslösend gelten als andere Katzen. Für Menschen mit Katzenallergien stellt die Vorstellung einer hypoallergenen Katze eine attraktive Möglichkeit dar, nicht auf den Kontakt mit diesen Tieren verzichten zu müssen. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um völlig allergiefreie Katzen, sondern eher um Tiere, die möglicherweise weniger Allergene produzieren oder deren Fell weniger stark Allergenpartikel verteilt.

Welche Ursachen liegen Katzenallergien zugrunde?

Katzenallergien werden hauptsächlich durch bestimmte Proteine ausgelöst, die in Speichel, Hautschuppen (Dander) und Urin von Katzen vorkommen. Das wichtigste Allergen ist das Protein Fel d 1, welches von den Talgdrüsen der Katze produziert wird. Wenn Katzen sich putzen, verteilen sie diesen Stoff auf ihrem Fell, von wo er durch Hautschuppen und Haare verbreitet wird. Menschen mit einer Überempfindlichkeit reagieren auf diese Proteine mit allergischen Symptomen wie Niesen, Juckreiz, tränenden Augen oder Atemnot.

Welche Katzen gelten als anti-allergisch?

Einige Katzenrassen werden oft als hypoallergen bezeichnet, da sie angeblich weniger des Allergens Fel d 1 produzieren oder ihr Fell weniger stark verteilt wird. Zu diesen Rassen zählen zum Beispiel die Sibirische Katze, die Balinesische Katze, die Russisch Blau oder die Bengal-Katze. Die wissenschaftliche Beweislage ist jedoch durchwachsen, und es gibt keine Garantie, dass eine bestimmte Rasse bei jedem Allergiker besser verträglich ist. Vielmehr hängt die individuelle Reaktion stark vom jeweiligen Menschen und der jeweiligen Katze ab.

Wie kann man Allergien bei Kontakt mit Katzen trotzdem reduzieren?

Neben der Auswahl einer hypoallergenen Rasse gibt es verschiedene Maßnahmen, die helfen können, die Allergenbelastung zu verringern. Regelmäßiges Bürsten der Katze, häufiges Reinigen der Wohnung, das Verwenden von Luftreinigern und das Waschen der Hände nach Kontakt sind wichtige Schritte. Manche Menschen sprechen auch auf eine Desensibilisierung bei einem Allergologen an, um die Symptome langfristig zu lindern. Dennoch ist auch bei vermeintlich anti-allergischen Katzen eine vollständige Beseitigung der allergischen Reaktion selten.

Fazit: Gibt es wirklich Anti-Allergiker Katzen?

Eine vollkommen antiallergische Katze gibt es aus wissenschaftlicher Sicht nicht. Allerdings können bestimmte Rassen oder einzelne Tiere für Allergiker besser geeignet sein, da sie weniger Allergene produzieren oder diese schlechter verteilen. Wer als Allergiker eine Katze halten möchte, sollte vorab den individuellen Allergiegrad testen, eventuell mit einem Allergietest oder einem Probekontakt zu einer Katze. Nur so lässt sich am besten feststellen, ob und welche Katze gut verträglich ist. Durch zusätzliche Maßnahmen lässt sich die Allergenbelastung weiter begrenzen, so dass der gemeinsame Alltag mit der Katze auch für Allergiker möglich sein kann.

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