Woraus besteht herkömmliche Frischhaltefolie?
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Herkömmliche Frischhaltefolie besteht heute meist aus einem von zwei Kunststoffen. Welcher verwendet wird, hängt davon ab, ob es sich um Folie für den Privathaushalt oder für den professionellen Bereich (Gastronomie/Industrie) handelt:
1. Polyethylen (PE) – Der Standard im Haushalt
Die meisten Rollen, die man im Supermarkt für den Eigengebrauch kauft, bestehen aus LDPE (Low-Density Polyethylen).
- Eigenschaften: Es ist lebensmittelecht, geruchlos und benötigt im Gegensatz zu anderen Kunststoffen keine Weichmacher (Phthalate), um flexibel zu sein.
- Nachteil: PE-Folie hat eine geringere Eigenhaftung und ist weniger dehnbar als PVC-Folie. Damit sie trotzdem gut an Schüsseln klebt, werden oft geringe Mengen an Haftvermittlern (wie Polyisobutylen) hinzugefügt.
2. Polyvinylchlorid (PVC) – Der Profi-Standard
In der Gastronomie oder bei industriell verpackten Lebensmitteln (z. B. Fleisch im Supermarkt) wird oft noch PVC verwendet.
- Eigenschaften: PVC-Folie ist extrem dehnbar, reißfest und hat eine exzellente Haftung. Zudem ist sie gasdurchlässiger, was wichtig ist, damit z. B. Fleisch unter der Folie länger rot und frisch aussieht.
- Kritik: PVC ist von Natur aus spröde und benötigt daher Weichmacher, um elastisch zu werden. Diese Weichmacher können – besonders bei fettigen Lebensmitteln wie Käse oder Fleisch – in die Nahrung übergehen. Zudem ist die Entsorgung problematischer, da bei der Verbrennung von PVC Chlorverbindungen entstehen können.
Warum klebt die Folie eigentlich?
Dass die Folie so gut haftet, liegt an zwei Faktoren:
- Zusatzstoffe: Wie oben erwähnt, werden bei PE-Folien oft spezielle Haftmittel beigemischt.
- Statische Aufladung: Beim Abrollen der Folie entsteht durch Reibung eine elektrostatische Ladung, die dafür sorgt, dass die Folie an glatten Oberflächen (Glas, Keramik) haften bleibt.
Zusammenfassung: Worauf sollte man achten?
- PE-Folien (meist gekennzeichnet durch das Recycling-Symbol „04 LDPE“) sind die sicherere Wahl für die Gesundheit, da sie keine Phthalat-Weichmacher enthalten.
- Vorsicht bei Fett: Wenn Sie unsicher sind, aus welchem Material die Folie besteht, sollten Sie vermeiden, dass sie direkt mit sehr fettigen Lebensmitteln (Wurst, Käse in Öl) in Kontakt kommt, um eine mögliche Migration von Stoffen zu minimieren.
Nachhaltige Alternativen: Heutzutage gibt es auch Frischhaltefolien aus bio-basierten Kunststoffen (z. B. auf Basis von Zuckerrohr oder Maisstärke) oder die klassische Alternative: Bienenwachstücher.