Woraus bestehen Kosmetiktücher üblicherweise?

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Kosmetiktücher (auch bekannt als Gesichtstücher oder Box-Tücher) bestehen in der Regel aus einer Kombination verschiedener Materialien, um sie gleichzeitig weich, saugfähig und reißfest zu machen.

Hier sind die Hauptbestandteile:

1. Zellstoff (Frischfasern)

Der Großteil der herkömmlichen Kosmetiktücher besteht aus Zellstoff. Dieser wird aus Holz gewonnen (meist Fichte, Kiefer, Birke oder Eukalyptus).

  • Kurze Fasern (von Laubbäumen): Sorgen für die Weichheit und Geschmeidigkeit auf der Haut.
  • Lange Fasern (von Nadelbäumen): Geben dem Tuch die nötige Reißfestigkeit, besonders wenn es nass wird.

2. Recyclingpapier

Es gibt auch umweltfreundlichere Varianten, die aus recycelten Papierfasern bestehen. Diese sind heute qualitativ oft kaum noch von Frischzellstoff-Tüchern zu unterscheiden, da die Aufbereitungsverfahren (De-Inking und Reinigung) sehr weit fortgeschritten sind. Man erkennt sie oft am Umweltsiegel „Blauer Engel“.

3. Bleichmittel

Damit die Tücher strahlend weiß sind, wird der Zellstoff gebleicht. Heutzutage geschieht dies meistens:

  • Elementarchlorfrei (ECF): Mit Chlordioxid.
  • Total chlorfrei (TCF): Mit Sauerstoff oder Wasserstoffperoxid (die umweltfreundlichere Methode).

4. Zusatzstoffe (je nach Produkttyp)

Viele Hersteller fügen spezielle Stoffe hinzu, um die Hautpflege zu unterstützen oder den Komfort zu erhöhen:

  • Lotionen: Aloe Vera, Calendula oder Vitamin E werden oft aufgesprüht, damit die Tücher bei häufiger Benutzung (z. B. bei Schnupfen) die Haut weniger reizen.
  • Duftstoffe: Manche Tücher sind parfümiert (z. B. mit Kamillen- oder Minzduft).
  • Feuchthaltemittel: Wie Glycerin, um die Tücher geschmeidig zu halten.

5. Mehrlagigkeit und Prägung

Die Tücher bestehen meist aus zwei bis vier sehr dünnen Lagen (Tissue-Papier). Diese Lagen werden durch eine mechanische Prägung (oft an den Rändern oder durch kleine Punkte auf der Fläche) zusammengehalten, ohne dass dafür viel Klebstoff nötig ist.


Wichtiger Entsorgungshinweis:

Obwohl Kosmetiktücher wie Toilettenpapier aussehen, sollten sie nicht in der Toilette entsorgt werden. Sie sind oft „nassfest“ ausgerüstet (durch Zugabe spezieller Harze), damit sie beim Benutzen nicht sofort zerfleddern. Im Gegensatz zu Toilettenpapier lösen sie sich im Wasser kaum auf und können daher die Kanalisation oder Pumpstationen verstopfen. Sie gehören in den Restmüll.

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