Worauf sollte man beim Kauf von wetterfesten Sitzkissen achten?

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Beim Kauf von wetterfesten Sitzkissen für den Garten, Balkon oder die Terrasse gibt es große Qualitätsunterschiede. „Wetterfest“ bedeutet nicht immer, dass man die Kissen das ganze Jahr über im Regen liegen lassen kann.

Hier sind die wichtigsten Punkte, auf die du achten solltest:

1. Das Obermaterial (Bezug)

Das Material muss robust, UV-beständig und wasserabweisend sein.

  • Polyacryl (z. B. Marken wie Sunbrella): Gilt als Goldstandard. Die Fasern sind düsengefärbt, wodurch sie extrem lichtecht sind (bleichen nicht aus) und sich eher wie Baumwolle als wie Plastik anfühlen.
  • Polyester (mit Beschichtung): Günstiger, meist wasserabweisend durch eine PU- oder PVC-Beschichtung. Sie können sich bei Hitze jedoch etwas "schwitzig" anfühlen und bleichen schneller aus, wenn sie nicht UV-stabilisiert sind.
  • Polypropylen (Olefin): Sehr widerstandsfähig, nimmt kaum Feuchtigkeit auf und trocknet extrem schnell.

2. Die Füllung (Das Innenleben)

Das ist der wichtigste Punkt für die Langlebigkeit.

  • Quick Dry Foam (QDF): Dies ist ein spezieller Schaumstoff mit einer offenen Zellstruktur. Wasser läuft einfach hindurch, anstatt sich wie in einem Schwamm aufzusaugen. Diese Kissen sind nach einem Schauer in kürzester Zeit wieder trocken und neigen nicht zu Schimmel oder Stockflecken.
  • Vliesfüllungen: Bestehen meist aus Polyesterwatte. Sie sind oft bei günstigen Kissen zu finden. Sie trocknen langsamer und können mit der Zeit "klumpig" werden.

3. UV-Beständigkeit (Lichtechtheit)

Achte auf die Skala der Lichtechtheit (meist 1 bis 8).

  • Ein Wert von 7 oder 8 bedeutet, dass die Farben auch bei starker Sonneneinstrahlung über Jahre hinweg erhalten bleiben.
  • Bei Werten unter 5 fangen dunkle Kissen (Dunkelblau, Anthrazit) oft schon nach einem Sommer an, gräulich oder rötlich auszubleichen.

4. Wasserabweisend vs. Wasserdicht

  • Wasserabweisend (Lotuseffekt): Wassertropfen perlen ab. Wenn man sich jedoch auf ein nasses Kissen setzt, drückt man das Wasser durch das Gewebe. Ideal für kurze Schauer.
  • Wasserdicht: Die Nähte sind oft verschweißt und das Material lässt gar kein Wasser durch. Der Nachteil: Diese Kissen sind oft weniger atmungsaktiv und "knistern" mehr.

5. Verarbeitung und Details

  • Reißverschluss: Der Bezug sollte unbedingt abnehmbar und waschbar sein. Achte auf verdeckte Reißverschlüsse (Schutz vor Regenwasser).
  • Nähte: Doppelte Nähte oder verstärkte Kanten sorgen dafür, dass das Kissen formstabil bleibt.
  • Befestigung: Gibt es Kordeln oder Klettverschlüsse, um die Kissen gegen Wind zu sichern?

6. Atmungsaktivität

Nichts ist unangenehmer als ein Kissen, an dem man im Sommer festklebt. Hochwertige Outdoor-Stoffe (wie Polyacryl) sind atmungsaktiv, sodass man auch bei Hitze nicht so schnell schwitzt.

7. Schimmelresistenz

Achte auf Bezeichnungen wie „antimikrobiell“ oder „schimmelresistent“. Besonders wenn die Kissen feucht gelagert werden (z.B. in einer Kissenbox), ist dies entscheidend, um Stockflecken zu vermeiden.


Kurze Checkliste für den Kauf:

  1. Fühlt sich der Stoff gut an? (Nicht zu plastikartig)
  2. Ist die Füllung aus Quick Dry Foam? (Wenn sie dauerhaft draußen bleiben sollen)
  3. Ist der Bezug waschbar?
  4. Wie hoch ist die UV-Beständigkeit? (Mindestens 6, besser 7-8)
  5. Sind die Farben lichtecht?

Pro-Tipp: Auch die besten wetterfesten Kissen halten länger, wenn du sie im Winter oder bei langanhaltendem Schlechtwetter in einer trockenen Kissenbox oder im Haus lagerst. Das verhindert die Bildung von Algen oder tiefsitzendem Schmutz.