Worauf sollte man beim Kauf in Bezug auf die Reinigung achten?

Melden

Beim Kauf eines Produkts – egal ob Küchengerät, Möbelstück oder Kleidung – wird der Aspekt der Reinigung oft vernachlässigt. Dabei spart ein pflegeleichtes Produkt langfristig viel Zeit, Nerven und Geld.

Hier sind die wichtigsten Punkte, auf die Sie achten sollten, unterteilt in verschiedene Kategorien:

1. Material und Oberflächenbeschaffenheit

  • Glatt vs. Strukturiert: Glatte Oberflächen lassen sich meist einfacher abwischen. Tief geprägte Strukturen oder grobe Maserungen fangen Staub und Fett schneller ein und lassen sich schwerer reinigen.
  • Porenfreiheit: Materialien wie Edelstahl, Glas oder hochwertige Kunststoffe sind oft hygienischer, da sich kein Schmutz in Poren festsetzen kann (anders als bei unbehandeltem Holz oder offenporigem Stein).
  • Fingerabdrücke: Achten Sie bei Edelstahlgeräten auf „Anti-Fingerprint“-Beschichtungen. Ohne diese sieht man jeden Kontakt sofort.
  • Farbe: Auf Hochglanz-Schwarz sieht man jedes Staubkorn; auf sehr hellen Stoffen jeden Fleck. Melierte Stoffe oder matte Oberflächen verzeihen oft mehr.

2. Bauweise und Design („Schmutzecken“)

  • Fugen und Spalten: Je weniger Ritzen, desto besser. In schmalen Spalten sammeln sich Krümel und Flüssigkeiten, die man ohne Zahnstocher kaum herausbekommt.
  • Abgerundete Ecken: In quadratischen Behältern oder engen Winkeln bleibt Dreck hängen. Abgerundete Innenecken (z. B. bei Brotkästen oder Waschbecken) sind leichter auszuwischen.
  • Modularität: Kann man das Gerät auseinanderbauen? Je mehr Einzelteile (die vielleicht sogar spülmaschinenfest sind) man abnehmen kann, desto gründlicher lässt es sich reinigen.

3. Spülmaschinenfestigkeit

  • Definition: Achten Sie auf den Unterschied zwischen „spülmaschinengeeignet“ (hält meistens aus) und „spülmaschinenfest“ (geprüft nach Norm).
  • Küchenhelfer: Prüfen Sie bei Mixern, Entsaftern oder Heißluftfritteusen vorab, ob die Teile, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, in die Spülmaschine dürfen. Wenn man alles von Hand spülen muss, nutzt man das Gerät seltener.

4. Textilien und Bezüge (Möbel & Kleidung)

  • Abziehbarkeit: Bei Sofas, Stühlen oder Matratzen ist ein abnehmbarer und waschbarer Bezug Gold wert.
  • Waschtemperatur: Achten Sie auf das Pflegeetikett. Dinge, die man nur chemisch reinigen oder nur kalt per Hand waschen darf, sind im Alltag unpraktisch.
  • Imprägnierung: Manche Stoffe sind bereits ab Werk schmutzabweisend behandelt (z. B. Lotus-Effekt).

5. Technische Geräte und Wartung

  • Selbstreinigungsprogramme: Backöfen mit Pyrolyse (verbrennt Schmutz zu Asche) oder Kaffeemaschinen mit automatischen Entkalkungsprogrammen sparen viel Arbeit.
  • Filterzugang: Wie leicht kommt man an die Filter (Staubsauger, Dunstabzugshaube, Spülmaschine)? Wenn der Zugang kompliziert ist, wird die Wartung oft vernachlässigt, was die Lebensdauer verkürzt.
  • Beutellos vs. Beutel: Beutellose Staubsauger sparen Geld, aber das Ausleeren des Staubbehälters ist oft eine staubige Angelegenheit (schlecht für Allergiker).

6. Folgekosten für die Reinigung

  • Spezialreiniger: Benötigt das Produkt teure Spezialmittel des Herstellers (z. B. spezielle Reinigungstabs für den Kaffeevollautomaten oder teures Öl für den Parkettboden)?
  • Verschleißteile: Wie oft müssen Bürsten, Filter oder Dichtungen gewechselt werden und was kosten diese?

7. Dichtungen

  • Bei Wasserkochern, Brotdosen oder Mixern: Sind die Gummidichtungen entnehmbar? Wenn nicht, sammelt sich darunter oft Schimmel, den man nie ganz entfernen kann.

Pro-Tipp: Lesen Sie vor dem Kauf gezielt die negativen Rezensionen in Online-Shops und suchen Sie nach Schlagworten wie „Reinigung“, „putzen“ oder „sauber machen“. Dort erfährt man oft erst die tückischen Details, die in der Werbung verschwiegen werden.

0