Worauf muss man beim Dosieren von Waschmittel achten?
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Die richtige Dosierung von Waschmittel ist entscheidend für saubere Wäsche, die Langlebigkeit der Waschmaschine und den Umweltschutz. Viele Menschen nutzen aus Gewohnheit zu viel Waschmittel („Viel hilft viel“), was jedoch kontraproduktiv ist.
Hier sind die wichtigsten Faktoren, auf die du achten musst:
1. Die Wasserhärte (Sehr wichtig!)
Die Wasserhärte bestimmt, wie viel Enthärter im Waschmittel aktiv werden muss.
- Hartes Wasser: Enthält viel Kalk, der die Waschkraft hemmt. Du benötigst mehr Waschmittel.
- Weiches Wasser: Du benötigst deutlich weniger Waschmittel.
- Tipp: Deine Wasserhärte erfährst du bei deinem lokalen Wasserversorger (meist online abrufbar) oder durch Teststreifen.
2. Der Verschmutzungsgrad der Wäsche
Die Hersteller unterscheiden meist in drei Kategorien:
- Leicht verschmutzt: Keine Flecken, nur kurz getragen (z. B. Bürokleidung), nimmt nur Körpergeruch auf.
- Normal verschmutzt: Sichtbare leichte Verschmutzungen oder Schweißränder (z. B. T-Shirts, Bettwäsche, Handtücher).
- Stark verschmutzt: Deutliche Flecken (Gras, Erde, Fett, Speisen), Kinderkleidung nach dem Spielplatz.
3. Die Beladungsmenge der Trommel
Die Angaben auf der Packung beziehen sich meist auf eine Standard-Beladung von 4,5 bis 5 kg (bei Baumwolle).
- Halbe Ladung: Wenn die Maschine nur halb voll ist, muss die Waschmittelmenge entsprechend reduziert werden (oft um ein Drittel oder die Hälfte).
- Große Maschinen (7–10 kg): Wenn du eine moderne, große Maschine voll belädst, musst du die Dosis laut Tabelle erhöhen.
4. Die Art des Waschmittels
- Kompakt-Pulver: Sind hochkonzentriert, man braucht nur sehr kleine Mengen.
- Flüssigwaschmittel: Lassen sich gut dosieren, enthalten aber oft Konservierungsstoffe und keine Bleiche.
- Pods/Caps: Hier ist die Dosierung fest vorgegeben. Das ist zwar bequem, führt aber bei kleinen Ladungen oder weichem Wasser fast immer zur Überdosierung.
Was passiert bei falscher Dosierung?
Bei Überdosierung (zu viel Waschmittel):
- Rückstände: Weiße Schlieren auf der Kleidung.
- Hautirritationen: Waschmittelreste in den Fasern können Allergien auslösen.
- Geruchsbildung: Überschüssiges Waschmittel lagert sich in der Maschine ab (Biofilm), was dazu führt, dass die Maschine stinkt.
- Umweltbelastung: Unnötige Chemikalien gelangen ins Abwasser.
- Kosten: Du wirfst buchstäblich Geld weg.
Bei Unterdosierung (zu wenig Waschmittel):
- Grauschleier: Die Wäsche wird mit der Zeit grau, da der Schmutz nicht in der Schwebe gehalten, sondern wieder in die Faser gedrückt wird.
- Verkalkung: Die Heizstäbe der Maschine verkalken schneller, da nicht genug Enthärter vorhanden ist.
- Flecken bleiben: Eiweiß- oder Fettflecken werden nicht vollständig gelöst.
Praktische Tipps für den Alltag:
- Dosierhilfe nutzen: Verlasse dich nicht auf dein Gefühl. Nutze den Becher oder die Kappe. Falls keine dabei ist, bieten viele Hersteller kostenlose Dosierhilfen per Post an.
- Tabelle lesen: Schau einmalig genau auf die Rückseite deiner Waschmittelpackung und gleiche die Tabelle mit deiner Wasserhärte ab.
- Maschine nicht überladen: Ein erhobene Faust sollte oben in der Trommel noch Platz haben (bei Feinwäsche/Wolle sogar mehr Platz lassen).
- Vorbehandeln: Statt bei stark verschmutzter Wäsche die Dosis für die ganze Ladung extrem zu erhöhen, behandle einzelne Flecken lieber gezielt mit Gallseife vor.
Fazit: Wer seine Wasserhärte kennt und die Wäsche nach Verschmutzung sortiert, spart Geld und schont die Umwelt sowie die Kleidung.