Worauf muss beim korrekten Sitz einer Schutzbrille geachtet werden?
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Damit eine Schutzbrille ihre volle Schutzwirkung entfalten kann, ist der korrekte Sitz entscheidend. Eine schlecht sitzende Brille bietet nicht nur weniger Schutz, sondern wird oft auch ungern getragen, was das Unfallrisiko erhöht.
Hier sind die wichtigsten Punkte, auf die Sie achten müssen:
1. Lückenlose Abdeckung (Umschließung)
- Keine großen Spalten: Zwischen dem Brillenrahmen und dem Gesicht sollten keine großen Lücken sein (besonders oben an den Augenbrauen und an den Seiten). Ein gängiger Richtwert ist, dass kein Finger zwischen Gesicht und Brille passen sollte.
- Seitenschutz: Die Brille muss die Augenpartie auch seitlich abschirmen, um vor umherfliegenden Partikeln oder Spritzern zu schützen.
2. Der Nasensteg (Sitz auf der Nase)
- Zentrierung: Die Brille sollte fest, aber bequem auf dem Nasenrücken sitzen, ohne zu rutschen.
- Druckstellen vermeiden: Sie darf keine Druckstellen hinterlassen. Viele Modelle haben weiche, verstellbare Nasenpolster, die an die individuelle Nasenform angepasst werden können.
3. Die Bügel (Halt hinter den Ohren)
- Fester Halt: Die Bügel sollten die Brille sicher am Kopf halten, ohne hinter den Ohren zu drücken.
- Länge und Neigung: Idealerweise sind die Bügel in der Länge und im Neigungswinkel (Inklination) verstellbar. So lässt sich die Brille optimal an die Gesichtsform anpassen und der Abstand zu den Wangen regulieren.
4. Sichtfeld und Wimpern
- Freie Sicht: Der Rahmen darf das Sichtfeld nicht einschränken.
- Abstand zu den Wimpern: Die Wimpern dürfen die Gläser nicht berühren, da dies zum einen ablenkt und zum anderen das Glas verschmutzt (Fettfilme).
5. Stabilitätstest (Der "Schütteltest")
- Wenn Sie den Kopf nach vorne beugen und leicht schütteln, darf die Brille nicht verrutschen oder herunterfallen. Sie muss auch bei schnellen Bewegungen sicher sitzen.
6. Kombination mit anderer PSA (Persönliche Schutzausrüstung)
- Gehörschutz: Bügel von Schutzbrillen sollten so flach wie möglich sein, wenn zusätzlich Kapselgehörschutz getragen wird, damit die Dichtungskissen des Gehörschutzes weiterhin abschließen.
- Atemschutzmasken: Die Brille darf nicht durch die Maske nach oben geschoben werden. Achten Sie darauf, dass die Brille nicht beschlägt (hier helfen Anti-Beschlag-Beschichtungen).
- Helme: Die Brille muss mit der Form des Schutzhelms kompatibel sein.
7. Besonderheiten für Brillenträger
- Wer eine Sehkorrektur benötigt, sollte entweder eine Überbrille (die über der normalen Brille getragen wird) oder eine Korrekturschutzbrille (Schutzbrille mit Sehstärke) verwenden. Eine normale Alltagsbrille ist kein Ersatz für eine Schutzbrille, da sie nicht bruchsicher ist und keinen Seitenschutz bietet.
Zusammenfassung: Die "3-P-Regel"
- Passform: Liegt sie überall eng genug an?
- Position: Ist die Sicht klar und das Sichtfeld frei?
- Performance: Bleibt sie auch bei Bewegung an Ort und Stelle?
Tipp: Da jedes Gesicht individuell ist, gibt es nicht die "eine" perfekte Brille für alle. Probieren Sie verschiedene Modelle aus, bis Sie eines finden, das Sie im Arbeitsalltag "vergessen" – denn nur eine bequeme Brille wird auch konsequent getragen.