Woran erkennt man zweifelsfrei, dass die Borsten einer Aufsteckbürste abgenutzt sind?

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Um „zweifelsfrei“ festzustellen, ob eine Aufsteckbürste abgenutzt ist, gibt es drei Haupthinweise. Wenn einer dieser Punkte zutrifft, ist die Bürste am Ende ihrer Lebensdauer:

1. Die Indikator-Borsten (Das deutlichste Zeichen)

Die meisten Markenhersteller (wie Oral-B oder Philips Sonicare) verwenden farbige Borsten (meist blau oder grün), die mit der Zeit verblassen.

  • Woran man es erkennt: Wenn die Farbe etwa bis zur Hälfte der Borstenlänge verschwunden ist oder die ehemals dunklen Borsten fast weiß/durchsichtig sind, ist die Bürste verbraucht.
  • Sicherheit: Dies ist ein chemisch-mechanischer Indikator, der speziell dafür entwickelt wurde, das Ende der Nutzungsdauer anzuzeigen.

2. Die mechanische Verformung („Ausfransen“)

Dies ist das sichtbarste Zeichen für Materialermüdung.

  • Woran man es erkennt: Die Borsten stehen nicht mehr gerade und parallel nach oben, sondern biegen sich nach außen weg (sie sehen aus wie ein gebrauchter Besen).
  • Der Test: Schau dir die Bürste von der Seite an. Wenn die Borstenbüschel eine V-Form bilden oder über den Rand des Bürstenkopfs hinausragen, haben sie keine Reinigungskraft mehr. Sie gleiten dann nur noch über den Zahnbelag, statt ihn wegzukratzen.

3. Das Gefühl auf den Zähnen (Die „Zungenprobe“)

Nach dem Putzen mit einer frischen Bürste fühlen sich die Zähne glatt wie poliert an.

  • Woran man es erkennt: Wenn du nach der gewohnten Putzzeit mit der Zunge über die Rückseite der Schneidezähne fährst und es sich noch immer rau oder „pelzig“ anfühlt, ist die Bürste zu weich geworden.
  • Hintergrund: Die Borsten verlieren mit der Zeit ihre Spannkraft (Elastizität). Sie peitschen dann nicht mehr in die Zahnzwischenräume, sondern knicken einfach nur um.

Weitere Faktoren (auch ohne sichtbare Abnutzung)

Selbst wenn die Borsten noch gut aussehen, gibt es zwei Gründe für einen „zweifelsfreien“ Wechsel:

  1. Das 3-Monate-Limit: Zahnärzte und Mikrobiologen empfehlen den Wechsel nach spätestens 12 Wochen. Nach dieser Zeit ist die Keimbelastung (Bakterien, Pilze) in der Tiefe des Borstenfeldes so hoch, dass man sich eher Bakterien zuführt als entfernt.
  2. Nach Infekten: Wenn du eine schwere Erkältung, Grippe oder eine Halsentzündung hattest, solltest du die Bürste sofort wechseln. Bakterien und Viren können in den feuchten Zwischenräumen überleben und zu einer Neuinfektion führen.

Pro-Tipp: Wenn deine Bürsten bereits nach 2-4 Wochen stark ausgefranst sind, drückst du beim Putzen viel zu fest auf. Das schadet dem Zahnfleisch und dem Zahnschmelz. Moderne elektrische Zahnbürsten haben dafür oft eine Andruckkontrolle (leuchtet rot).

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