Woran erkennt man, ob ein Warndreieck die gesetzlich vorgeschriebene ECE-Norm erfüllt?

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Um sicherzustellen, dass ein Warndreieck den gesetzlichen Vorschriften in Deutschland und der EU entspricht, muss es die ECE-Norm R27 erfüllen.

Hier sind die Merkmale, an denen Sie ein geprüftes und zugelassenes Warndreieck erkennen:

1. Das ECE-Prüfzeichen (Das wichtigste Merkmal)

Jedes zugelassene Warndreieck muss ein offizielles Prüfzeichen tragen. Dieses ist meist direkt in den Kunststoff des Dreiecks eingeprägt oder auf einem festen Aufkleber angebracht. Es besteht aus:

  • Einem großen „E“ in einem Kreis.
  • Einer Zahl hinter dem E (die Zahl steht für das Land, in dem die Zulassung erfolgt ist, z. B. „1“ für Deutschland, „2“ für Frankreich).
  • Der Prüfnummer, die mit 27R beginnen muss (dies bezieht sich auf die ECE-Regelung 27 für Warndreiecke).
  • Oft findet man dort eine Ziffernfolge wie 27R-03 oder 27R-04 (die letzte Zahl gibt den Stand der Änderungsserie an).

2. Die optischen Anforderungen (Zweiteilige Wirkung)

Ein normgerechtes Warndreieck muss sowohl tagsüber als auch nachts gut sichtbar sein. Deshalb besteht es immer aus zwei verschiedenen Materialien:

  • Für die Nacht: Ein äußerer Rand aus rotem, reflektierendem Material (Rückstrahler), das das Scheinwerferlicht anderer Autos zurückwirft.
  • Für den Tag: Eine innere Fläche (meist ein schmaler Streifen innerhalb der Reflektoren) aus fluoreszierendem Material (meist Tagesleuchtfarbe in Orange oder Rot). Dieses leuchtet bei Tageslicht besonders hell.

Achtung: Billige Modelle, die nur aus roten Rückstrahlern bestehen und keinen fluoreszierenden Innenteil haben, erfüllen die Norm oft nicht.

3. Bauweise und Standsicherheit

Die ECE-Norm schreibt auch mechanische Eigenschaften vor:

  • Standsicherheit: Das Warndreieck muss so konstruiert sein, dass es bei Wind (bis zu einer gewissen Windstärke, z.B. durch vorbeifahrende Lkw) nicht sofort umkippt oder weggeweht wird. Es hat daher meist ausklappbare Standfüße aus Metall oder schwere Kunststofffüße.
  • Bauart: Es muss ein gleichseitiges Dreieck sein.
  • Kanten: Die Kanten müssen so beschaffen sein, dass man sich beim Aufbau nicht verletzt.

Warum ist das wichtig?

  • Hauptuntersuchung (TÜV): Ein fehlendes oder nicht der Norm entsprechendes Warndreieck wird bei der HU als „geringer Mangel“ notiert.
  • Polizeikontrolle: Wer kein vorschriftsmäßiges Warndreieck mitführt, riskiert ein Verwarnungsgeld (in Deutschland derzeit meist 15 Euro).
  • Sicherheit: Ein nicht zertifiziertes Dreieck wird oft erst viel zu spät gesehen, was bei einer Panne lebensgefährlich sein kann.

Tipp beim Kauf: Achten Sie auf die Verpackung oder das Produkt selbst. Steht dort nur „CE-geprüft“, reicht das nicht aus, da CE kein spezifisches Sicherheitszertifikat für die optischen Eigenschaften von Warndreiecken im Straßenverkehr ist. Es muss zwingend die Kennzeichnung ECE R27 vorhanden sein.