Wie wird Puder am besten auf die Haut aufgetragen?
Das Auftragen von Puder scheint einfach zu sein, aber die richtige Technik entscheidet darüber, ob das Ergebnis natürlich strahlend oder maskenhaft („cakey“) aussieht.
Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du Puder am besten aufträgst:
1. Die Vorbereitung
Puder sollte niemals auf trockene, schuppige Stellen aufgetragen werden, da er diese betont.
- Feuchtigkeit: Die Haut sollte gut mit Feuchtigkeit versorgt sein.
- Warten: Wenn du Foundation oder Concealer benutzt hast, lass diese kurz (ca. 1-2 Minuten) „setzen“, bevor du den Puder aufträgst. Tupfe überschüssiges Öl oder Produktfalten (z. B. unter den Augen) vorher vorsichtig mit einem Kosmetiktuch oder dem Finger weg.
2. Das richtige Werkzeug wählen
Je nach gewünschtem Effekt brauchst du unterschiedliches Zubehör:
- Großer, flauschiger Pinsel: Für ein sehr natürliches, leichtes Finish und zum Fixieren des gesamten Gesichts.
- Puderquaste (Powder Puff): Ideal für eine höhere Deckkraft und um den Puder „einzuarbeiten“ (besonders bei öliger Haut).
- Kleinerer, fester Pinsel: Für gezieltes Auftragen, z. B. unter den Augen oder in den Nasenflügeln.
3. Die Technik: Drücken statt Wischen
Das ist der wichtigste Tipp für ein professionelles Finish: Wische nicht! Wenn du den Pinsel oder die Quaste über das Gesicht ziehst, verschiebst du die Foundation darunter und erzeugst Streifen.
- Mit dem Pinsel: Tauche den Pinsel in den Puder, klopfe den Überschuss am Handrücken ab. Drücke den Pinsel dann sanft auf die Haut auf („stippling“). Erst ganz am Ende, wenn der Puder fixiert ist, kannst du mit ganz leichtem Druck Reste wegfegen.
- Mit der Quaste: Nimm etwas Puder auf, reibe die Quaste in deiner Handfläche, damit der Puder gleichmäßig in den Fasern verteilt wird. Drücke und rolle die Quaste sanft auf die Haut. Dies sorgt für die beste Haltbarkeit.
4. Weniger ist mehr (Die Zonen-Regel)
Du musst nicht das ganze Gesicht stark abpudern.
- T-Zone: Stirn, Nase und Kinn neigen zu Glanz. Hier darf es etwas mehr Puder sein.
- Wangen: Hier ist die Haut oft trockener. Ein ganz leichter Hauch Puder (oder gar keiner) reicht aus, damit der natürliche Glow erhalten bleibt.
- Unter den Augen: Verwende hier nur sehr wenig und sehr fein gemahlenen Puder, damit er sich nicht in die Fältchen setzt.
5. Der Unterschied zwischen den Puder-Arten
- Lose Puder: Meist feiner gemahlen, ideal zum Fixieren („Setting“) des Make-ups zu Hause.
- Kompaktpuder (Pressed Powder): Fester gepresst, oft mit mehr Deckkraft. Ideal für Touch-ups unterwegs.
- Transparentpuder: Verändert die Farbe deiner Foundation nicht.
Profi-Tipps für ein perfektes Finish:
- Abklopfen: Klopfe den Pinsel immer ab, bevor er das Gesicht berührt. Zu viel Puder lässt die Haut sofort älter aussehen.
- Fixierspray: Wenn das Ergebnis zu staubig aussieht, sprühe ein Setting-Spray über das Gesicht. Es verbindet den Puder mit der Haut und nimmt den „mehligen“ Look.
- Licht-Check: Prüfe das Ergebnis bei Tageslicht. Puder kann in künstlichem Licht unsichtbar sein, draußen aber wie eine Maske wirken.
Zusammenfassend: Die beste Methode ist das sanfte Festdrücken einer kleinen Menge Puder, anstatt ihn über das Gesicht zu fegen.