Wie wählt man die richtige Haarspangengröße für verschiedene Haartypen aus?
Die Wahl der richtigen Haarspangengröße hängt von drei Hauptfaktoren ab: der Haardicke (Volumen), der Haarstruktur und der geplanten Frisur. Wenn die Spange zu klein ist, bricht sie oder hält nicht; ist sie zu groß, rutscht sie heraus.
Hier ist ein Leitfaden, wie Sie die passende Größe für verschiedene Haartypen auswählen:
1. Feines oder dünnes Haar
Bei feinem Haar ist das Hauptproblem, dass Spangen oft nach unten rutschen.
- Welche Größe? Kleine bis mittelgroße Spangen.
- Worauf achten?
- Suchen Sie nach Spangen mit einer Gummierung oder einer "Anti-Rutsch"-Beschichtung auf der Innenseite.
- Haarklammern (Claw Clips): Wählen Sie Modelle mit eng beieinander liegenden Zähnen, damit das Haar nicht durch die Lücken schlüpft.
- Metallspangen: Diese haben oft eine stärkere Spannung als Plastikclips.
- Tipp: Für einen kompletten Zopf reicht meist eine 5–7 cm lange Spange.
2. Normales bis mitteldickes Haar
Dies ist der flexibelste Haartyp. Die Wahl hängt hier primär von der Frisur ab.
- Welche Größe? Mittlere Größe (ca. 8–10 cm).
- Worauf achten?
- Achten Sie auf eine gute Federung (Spannkraft).
- Haarklammern: Eine klassische "Mittelgröße" hält Ihr gesamtes Haar meist problemlos fest.
- Tipp: Wenn Sie nur die obere Haarpartie zurückstecken wollen (Half-up), greifen Sie zu einer kleinen Spange (2–4 cm).
3. Dickes oder sehr langes Haar
Dickes Haar benötigt Volumenkapazität. Eine normale Spange wird hier oft einfach "aufgesprengt".
- Welche Größe? Große bis Extra-Große (XL/XXL) Spangen (10–13 cm oder mehr).
- Worauf achten?
- Tiefe Zähne: Die Zähne der Klammer müssen lang genug sein, um durch die Haarmasse bis zur Kopfhaut zu reichen.
- Breiter Körper: Achten Sie darauf, dass die Spange im geschlossenen Zustand viel "Hohlraum" bietet, um das Volumen aufzunehmen.
- Material: Hochwertiges Acetat oder Metall ist stabiler als günstiges Spritzguss-Plastik, das bei Spannung leicht bricht.
- Tipp: Achten Sie auf eine "eckige" Form bei Claw Clips, da diese oft mehr Volumen fassen können als runde Modelle.
4. Lockiges oder krauses Haar
Locken haben von Natur aus viel Volumen, auch wenn die einzelnen Haare fein sein können.
- Welche Größe? Groß (L) bis XL.
- Worauf achten?
- Weite Zahnabstände: Zu eng stehende Zähne können das Lockenmuster zerstören oder zu schmerzhaftem Ziehen führen.
- Starke Feder: Die Spange muss gegen die natürliche Sprungkraft der Locken ankommen.
- Tipp: Spangen in Kamm-Optik oder Bananenspangen funktionieren bei Locken oft besonders gut, da sie das Haar nicht zusammenquetschen.
Die Faustregel nach Frisur:
- Half-up (nur das Deckhaar):
- Egal welcher Haartyp: Wählen Sie eine kleine Spange (S).
- Pferdeschwanz-Ersatz (ganzes Haar):
- Feines Haar: Mittel (M)
- Dickes Haar: Groß (L)
- Dutt / Hochsteckfrisur (French Twist):
- Hier benötigen Sie meist die größte Variante, die für Ihren Haartyp noch komfortabel ist, da das Haar hier doppelt (eingedreht) liegt.
Ein kurzer Test beim Kauf:
Wenn Sie die Spange in der Hand halten, drücken Sie sie zusammen. Erfordert es Kraft? Dann ist die Feder gut. Schauen Sie sich den Zwischenraum an, wenn die Spange geschlossen ist:
- Wenig Platz = Gut für dünnes Haar.
- Viel Platz = Gut für dickes/lockiges Haar.
Zusatz-Tipp für glattes Haar: Wenn die richtige Größe trotzdem rutscht, sprühen Sie etwas Trockenshampoo oder Haarspray auf die Stelle, an der die Spange sitzen soll, um mehr Grip zu erzeugen.