Wie viel Zahnpasta sollte pro Putzvorgang auf die Bürste aufgetragen werden?
Die richtige Menge Zahnpasta hängt entscheidend vom Alter ab. Entgegen der Werbung, die oft einen langen Strang über die gesamte Bürste zeigt, ist im Alltag deutlich weniger nötig.
Hier sind die offiziellen Empfehlungen (basierend auf den Richtlinien von Zahnärzteverbänden):
1. Babys und Kleinkinder (bis 2 Jahre)
- Menge: Ein winziger Klecks, etwa so groß wie ein Reiskorn.
- Häufigkeit: Zweimal täglich ab dem ersten Milchzahn.
- Hinweis: In diesem Alter sollte Zahnpasta mit 1000 ppm Fluorid verwendet werden (außer das Kind erhält Fluoridtabletten).
2. Kinder von 2 bis 6 Jahren
- Menge: Eine erbsengroße Menge.
- Hinweis: Da Kinder in diesem Alter oft noch einen Teil der Zahnpasta verschlucken, ist die Begrenzung auf Erbsengröße wichtig, um eine Fluorose (weiße Flecken auf den bleibenden Zähnen) zu vermeiden.
3. Schulkinder (ab 6 Jahren) und Erwachsene
- Menge: Ebenfalls eine erbsengroße Menge (bis maximal 1–2 cm).
- Hintergrund: Eine Erbsengröße reicht völlig aus, um genügend Fluorid für den Schutz des Zahnschmelzes zu liefern. Mehr Zahnpasta führt lediglich zu mehr Schaumbildung, was das Putzen eher erschwert, da man früher ausspucken muss.
Warum zeigt die Werbung immer so viel?
In Werbespots sieht man oft einen dicken Strang, der sich über die gesamte Länge der Borsten schwingt. Das hat rein optische und kommerzielle Gründe: Es sieht ästhetischer aus und sorgt dafür, dass die Tube schneller leer ist und nachgekauft wird.
Ein wichtiger Profi-Tipp zum Schluss:
Nicht zu stark ausspülen! Nach dem Putzen sollte man den Schaum nur ausspucken, aber den Mund nicht (oder nur ganz kurz) mit Wasser ausspülen. So bleibt das Fluorid länger auf den Zahnflächen und kann den Zahnschmelz besser härten.