Wie vermeidet man übermäßige Farbspritzer bei der Nutzung von Malerrollen?
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Das Spritzen beim Streichen (der sogenannte „Spritznebel“) lässt sich zwar nie zu 100 % vermeiden, aber mit der richtigen Technik und dem passenden Material auf ein Minimum reduzieren.
Hier sind die wichtigsten Tipps, um Farbspritzer zu vermeiden:
1. Die richtige Malerrolle wählen (Qualität zählt)
- Kurzflorige Rollen: Je kürzer die Fasern (Flor), desto weniger neigt die Rolle zum Spritzen. Für glatte Wände sind Rollen mit 10–12 mm Flor ideal.
- Material: Hochwertige Rollen aus Mikrofaser oder speziellen Polyamid-Bezügen („Anti-Spritz-Ausführung“) nehmen die Farbe besser auf und geben sie kontrollierter ab als billige Polyester-Rollen aus dem Discounter.
- Vorgarnte Rollen: Manche Profi-Rollen sind speziell behandelt, um die Fliehkraft-Spritzer zu reduzieren.
2. Die Rolle richtig mit Farbe beladen
- Abstreifgitter nutzen: Das ist der wichtigste Schritt. Tauchen Sie die Rolle nicht komplett in den Eimer, sondern nur leicht ein und rollen Sie sie dann mehrfach über das Abstreifgitter.
- Ziel: Die Farbe muss gleichmäßig in den Fasern verteilt sein. Die Rolle darf nicht „triefen“. Wenn die Rolle schwerfällig wirkt oder tropft, ist zu viel Farbe darauf.
3. Die richtige Technik beim Rollen
- Nicht zu schnell arbeiten: Spritzer entstehen meist durch zu hohe Rotationsgeschwindigkeit (Fliehkraft). Rollen Sie langsam und mit gleichmäßigen Bewegungen.
- Wenig Druck: Drücken Sie die Rolle nicht mit Gewalt gegen die Wand. Wenn Sie stark drücken müssen, um Farbe an die Wand zu bekommen, ist es Zeit, neue Farbe aufzunehmen. Zu hoher Druck presst die Farbe seitlich aus der Rolle und verursacht Spritzer.
- V- oder W-Technik: Tragen Sie die Farbe in Form eines großen „W“ oder „V“ auf die Wand auf und verteilen Sie sie dann quer dazu. Das sorgt für eine gleichmäßige Schichtdicke ohne Überschüsse.
4. Die Konsistenz der Farbe
- Nicht zu stark verdünnen: Zu dünnflüssige Farbe spritzt extrem. Wenn Sie Farbe verdünnen (z. B. für den Grundanstrich), halten Sie sich strikt an die Herstellerangaben (meist max. 5–10 % Wasser).
- Qualitätsfarbe nutzen: Hochwertige Dispersionsfarben sind oft „thixotrop“ eingestellt. Das bedeutet, sie sind im Eimer eher dickflüssig (geleeartig) und werden erst durch die Bewegung beim Rollen geschmeidig. Diese Farben spritzen deutlich weniger.
5. Vorbereitung der Rolle
- Anfeuchten: Ein Profi-Trick ist es, eine neue, trockene Rolle vor der Benutzung ganz leicht mit Wasser zu befeuchten (und gut auszuschlagen/auszurollen). Eine leicht feuchte Rolle nimmt die Farbe tiefer in den Flor auf, anstatt sie nur an der Oberfläche zu halten.
- Fussel entfernen: Wickeln Sie einmal Malerkrepp um die neue Rolle und ziehen Sie es wieder ab. So entfernen Sie lose Härchen, die sonst Farbspritzer verursachen könnten.
6. Zusätzlicher Schutz (wenn es trotzdem spritzt)
- Teleskopstange: Auch wenn Sie keine hohen Decken streichen, hilft eine Teleskopstange, einen größeren Abstand zur Wand zu halten. So bekommen Sie selbst weniger Spritzer ab.
- Abdecken: Da sich Spritzer nie ganz vermeiden lassen, ist sorgfältiges Abkleben mit Malerkrepp und das Auslegen von Malervlies (Saugseite oben!) unerlässlich.
Zusammenfassend: Kaufen Sie eine hochwertige Mikrofaser-Rolle, nutzen Sie immer ein Abstreifgitter und reduzieren Sie Ihr Arbeitstempo. Das spart am Ende mehr Zeit beim Putzen, als Sie beim Streichen verlieren.