Wie vermeidet man Laufmaschen und Beschädigungen beim Anziehen der Strümpfe?
Laufmaschen in feinen Strumpfhosen sind ärgerlich, lassen sich aber mit der richtigen Technik und ein paar Hilfsmitteln fast immer vermeiden. Hier sind die besten Tipps, um Ihre Strümpfe zu schützen:
1. Die Vorbereitung (Hände und Füße)
Die häufigste Ursache für Laufmaschen sind raue Hautstellen oder scharfe Nägel.
- Nägel feilen: Achten Sie darauf, dass weder Finger- noch Fußnägel Ecken oder Kanten haben.
- Haut pflegen: Cremen Sie Ihre Hände und Beine regelmäßig ein. Raue Fersen oder trockene Haut an den Fingern wirken wie Klettverschluss auf feinen Maschen. Wichtig: Lassen Sie die Creme vollständig einziehen, bevor Sie die Strumpfhose anziehen, da feuchte Haut das Hochziehen erschwert.
- Schmuck ablegen: Ringe mit Steinen oder scharfkantige Armbänder sollten Sie vor dem Anziehen unbedingt ablegen.
2. Der ultimative Trick: Handschuhe
Dies ist der effektivste Schutz: Tragen Sie beim Anziehen feine Baumwollhandschuhe oder glatte Einmalhandschuhe (Latex oder Nitril). Dadurch gleiten Ihre Hände über das Material, ohne hängen zu bleiben.
3. Die richtige Technik
Ziehen Sie niemals im Stehen und niemals mit Gewalt am Bund nach oben.
- Aufrollen: Raffen Sie ein Hosenbein der Strumpfhose bis zur Fußspitze vorsichtig in Ihren Händen zusammen.
- Fuß zuerst: Schlüpfen Sie mit dem Fuß hinein und achten Sie darauf, dass die Zehennaht richtig sitzt.
- Etappenweise: Rollen Sie das Material nun zentimeterweise über die Wade zum Knie und dann zum Oberschenkel hoch. Ziehen Sie nie am Stück, sondern arbeiten Sie sich mit den Fingern (oder Handschuhen) flach am Bein hoch.
- Wiederholen: Machen Sie das Gleiche mit dem zweiten Bein.
- Das Finale: Erst wenn beide Beine bis zum Schritt sitzen, ziehen Sie das Höschenteil vorsichtig über die Hüfte.
4. Die Wahl der richtigen Größe
Kaufen Sie Strumpfhosen im Zweifelsfall lieber eine Nummer größer. Wenn das Material zu stark gedehnt wird, steht es unter extremer Spannung – jede kleine Berührung führt dann sofort zu einer Laufmasche.
5. Qualität und Material
- Denier-Zahl: Je niedriger die DEN-Zahl, desto empfindlicher ist die Strumpfhose (15 DEN sind sehr fein, ab 40 DEN wird sie robuster).
- Laufmaschenstopp: Viele moderne Strumpfhosen haben eine "Ladder-Stop"-Technologie, bei der die Maschen so verwebt sind, dass sie bei einem Loch nicht weiterreißen.
6. Schutz nach dem Anziehen
- Socken drüber: Wenn Sie geschlossene Schuhe oder Stiefel tragen, ziehen Sie ein Paar dünne Söckchen über die Strumpfhose. Das verhindert, dass die Reibung im Schuh (oder ein scharfkantiger Reißverschluss am Stiefel) das Gewebe beschädigt.
- Haarspray-Trick: Manche schwören darauf, die Strumpfhose nach dem Anziehen leicht mit Haarspray einzusprühen. Das festigt die Fasern und macht sie widerstandsfähiger (kann aber das Tragegefühl verändern).
7. Richtige Pflege
- Wäschenetz: Waschen Sie Strumpfhosen immer in einem Wäschesack, damit sie sich nicht in der Trommel oder an anderen Kleidungsstücken (BH-Haken!) verfangen.
- Kein Weichspüler: Weichspüler kann die Elastanfasern ausleiern und das Gewebe schwächen.
Was tun, wenn es doch passiert? Haben Sie ein winziges Loch entdeckt? Tupfen Sie sofort etwas klaren Nagellack oder einen Klecks Haarspray auf die Stelle, um die Masche zu fixieren, bevor sie wandert.