Wie verhindert man das Austrocknen des Sperrwassers in selten genutzten Siphons?

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Das Austrocknen des Sperrwassers in Siphons (Geruchsverschlüssen) führt dazu, dass Kanalgase ungehindert in die Wohnräume gelangen können, was unangenehme Gerüche verursacht.

Hier sind die effektivsten Methoden, um das Austrocknen bei selten genutzten Abflüssen zu verhindern:

1. Der Klassiker: Ein paar Tropfen Speiseöl

Dies ist die einfachste und effektivste Methode für längere Abwesenheiten (z. B. Urlaub oder Gäste-WC).

  • Wie es funktioniert: Geben Sie ein bis zwei Esslöffel handelsübliches Speiseöl (z. B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl) in den Abfluss.
  • Der Effekt: Das Öl ist leichter als Wasser und bildet einen dünnen Film auf der Wasseroberfläche im Siphon. Dieser Film verhindert die Verdunstung des darunter liegenden Wassers fast vollständig.
  • Wichtig: Verwenden Sie kein Mineralöl oder Motoröl, da dies die Umwelt belastet und verboten ist.

2. Glycerin oder spezielle Siphon-Flüssigkeiten

Im Fachhandel gibt es spezielle „Geruchsverschluss-Flüssigkeiten“. Alternativ kann auch medizinisches Glycerin aus der Apotheke verwendet werden.

  • Vorteil: Diese Flüssigkeiten verdunsten extrem langsam und sind oft biologisch abbaubar. Sie sind besonders für Bodenabläufe in Kellern oder Heizungsräumen geeignet.

3. Mechanisches Abdichten (Abdecken)

Wenn das Waschbecken oder die Dusche gar nicht benutzt wird, können Sie den Kontakt zur Luft unterbinden:

  • Stöpsel schließen: Drücken Sie den Siphon-Stöpsel fest zu.
  • Frischhaltefolie: Decken Sie den Abfluss (und ggf. den Überlauf!) stramm mit Frischhaltefolie ab.
  • Gummimatte: Für Bodenabläufe gibt es flache Gummimatten, die man einfach auf das Gitter legt.

4. Trockensiphons oder Membraneinsätze (Bauliche Lösung)

Wenn ein Abfluss dauerhaft selten genutzt wird, lohnt sich ein Umbau:

  • Trockensiphon: Diese Siphons arbeiten mit einer Klappe oder einer Silikonmembran, die sich nur öffnet, wenn Wasser fließt. Wenn kein Wasser fließt, schließt sie mechanisch und hält Gerüche zurück, auch wenn kein Sperrwasser vorhanden ist.
  • Geruchsstopp-Einsätze: Für viele Bodenabläufe gibt es Nachrüst-Einsätze mit einer kleinen Kugel oder Klappe (z. B. „Primus“-Systeme), die auch ohne Wasser dicht halten.

5. Regelmäßiges Spülen (Manuell oder Automatisch)

  • Routine: Machen Sie es sich zur Gewohnheit, alle 2–4 Wochen einmal kurz Wasser in alle selten genutzten Abläufe laufen zu lassen.
  • Spülstationen: Im professionellen Bereich (oder bei sehr hochwertigen Installationen) gibt es automatische Hygienespülstationen, die in festen Intervallen Kleinstmengen Wasser abgeben.

6. Salz (Nur bedingt empfohlen)

Ein alter Haustrick ist die Zugabe von Speisesalz. Das erhöht die Dichte und verlangsamt die Verdunstung minimal.

  • Nachteil: Der Effekt ist deutlich schwächer als bei Öl, und bei sehr hoher Konzentration kann es Metallsiphons angreifen (Korrosion).

Zusammenfassung / Empfehlung: Für die meisten Haushalte ist Speiseöl die beste Lösung: Es ist günstig, umweltfreundlich und hält das Sperrwasser über Monate stabil. Vergessen Sie beim nächsten Benutzen nur nicht, einmal kräftig mit heißem Wasser und Spülmittel nachzuspülen, um die Ölreste zu entfernen.

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