Wie sollten Schneeketten nach dem Einsatz gepflegt werden, um Korrosion und Rostbildung zu vermeiden?
Die richtige Pflege von Schneeketten nach dem Einsatz ist entscheidend, um ihre Lebensdauer zu verlängern und sicherzustellen, dass sie im nächsten Winter nicht spröde oder verrostet sind. Streusalz ist der größte Feind des Metalls.
Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur optimalen Pflege:
1. Gründliche Reinigung (Salzentfernung)
Das Wichtigste ist, das aggressive Streusalz restlos zu entfernen.
- Abspülen: Reinigen Sie die Ketten so bald wie möglich nach dem Gebrauch mit reichlich warmem Wasser. Ein Eimer oder ein Gartenschlauch reicht aus.
- Reinigungsmittel: Bei starker Verschmutzung können Sie ein mildes Spülmittel verwenden. Vermeiden Sie aggressive chemische Reiniger, die den Stahl oder die Beschichtung angreifen könnten.
2. Vollständige Trocknung
Rost entsteht oft, weil Ketten feucht in ihre Kunststoffbox gelegt werden.
- Aufhängen: Hängen Sie die Ketten zum Trocknen auf (z. B. im Keller oder in der Garage über einen Haken oder eine Leine).
- Keine Staunässe: Legen Sie die Ketten niemals nass in den Aufbewahrungskoffer. Dort verdunstet das Wasser nicht, und die Ketten korrodieren innerhalb weniger Tage.
3. Konservierung (Rostschutz)
Sobald die Ketten komplett trocken sind, sollten sie mit einem Schutzfilm überzogen werden.
- Ölspray oder Pflegespray: Sprühen Sie die Ketten leicht mit einem korrosionsschützenden Mittel ein. Geeignet sind:
- WD-40 oder klassisches Kriechöl.
- Silikonspray.
- Spezielles Schneekettenspray.
- Säurefreies Öl (z. B. Nähmaschinenöl).
- Verteilung: Legen Sie die Kette in ein Tuch und reiben Sie das Öl leicht ein, damit alle Glieder benetzt sind. Wichtig: Verwenden Sie nicht zu viel Öl, damit beim nächsten Einsatz keine Ölreste in die Umwelt (Schnee/Schmelzwasser) gelangen.
4. Inspektion auf Verschleiß
Nutzen Sie die Reinigung, um die Ketten auf Schäden zu prüfen:
- Verschleiß der Glieder: Sind die Kettenglieder an den Laufflächen schon sehr dünn geschliffen? (Herstellerangaben beachten, meist dürfen sie nicht mehr als 30–50 % abgenutzt sein).
- Verformungen: Sind Glieder verbogen oder Verschlüsse beschädigt?
- Spannvorrichtung: Prüfen Sie Gummispanner oder Ratschen auf Risse oder Funktionalität.
5. Richtige Lagerung
- Trockener Ort: Lagern Sie die Ketten in der Originalbox an einem trockenen, kühlen Ort.
- Box offen lassen: Es empfiehlt sich, den Deckel der Box für die ersten 1–2 Tage nur locker aufzulegen, damit restliche Restfeuchtigkeit entweichen kann.
Besonderheit bei Edelstahlketten:
Hochwertige Ketten aus Edelstahl (Stainless Steel) rosten zwar deutlich langsamer, sollten aber dennoch von Salz befreit werden, da auch Edelstahl durch extrem aggressive Salzlaugen "Flugrost" ansetzen oder die Mechanik (Verschlüsse) schwergängig werden kann.
Zusammenfassend: Nach der Fahrt mit klarem Wasser abspülen, gründlich trocknen lassen, leicht einölen und trocken lagern. So bleiben die Ketten über viele Jahre einsatzbereit.