Wie lassen sich Rückenschmerzen bei der Arbeit mit dem Rechen vermeiden?

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Rückenschmerzen beim Rechen (z. B. Laub harken oder Boden ebnen) entstehen meist durch eine dauerhaft gebeugte Haltung, einseitige Belastung oder ruckartige Drehbewegungen aus der Lendenwirbelsäule.

Hier sind die wichtigsten Tipps, um den Rücken bei der Gartenarbeit mit dem Rechen zu schonen:

1. Das richtige Werkzeug (Ergonomie)

  • Die Stiellänge: Dies ist der wichtigste Faktor. Der Stiel sollte so lang sein, dass Sie aufrecht stehen können, während der Rechen den Boden berührt. Als Faustregel gilt: Der Stiel sollte etwa bis zu Ihrer Nasenspitze oder Stirn reichen.
  • Das Gewicht: Nutzen Sie leichte Geräte (z. B. aus Aluminium oder hochwertigem Kunststoff statt schwerem Stahl), um die Hebelkräfte auf die Arme und den Rücken zu verringern.
  • Ergonomische Griffe: Es gibt Rechen mit gebogenen Stielen, die eine natürlichere Handhaltung ermöglichen und das Bücken reduzieren.

2. Die richtige Körperhaltung

  • Aufrechter Stand: Vermeiden Sie es, mit rundem Rücken zu arbeiten. Halten Sie die Wirbelsäule in ihrer natürlichen S-Form.
  • Leicht in die Knie gehen: Stehen Sie nicht mit komplett durchgedrückten Knien. Eine leichte Beugung federt Bewegungen ab und aktiviert die Beinmuskulatur.
  • Ausfallschritt: Stellen Sie einen Fuß etwas weiter vor (Telemark-Stellung). Das gibt mehr Stabilität und erlaubt es Ihnen, das Gewicht zwischen dem vorderen und hinteren Bein zu verlagern, statt den Oberkörper zu bewegen.

3. Die richtige Technik

  • Aus den Armen und Beinen arbeiten: Ziehen Sie den Rechen aus den Armen heraus zum Körper hin. Nutzen Sie die Gewichtsverlagerung Ihrer Beine (vor und zurück wippen), um Schwung zu holen, anstatt den Rücken zu krümmen.
  • Keine Rotation der Wirbelsäule: Der häufigste Fehler ist das seitliche Wegschaufeln oder -rechen durch Drehen des Oberkörpers. Drehen Sie stattdessen immer den ganzen Körper (die Füße wandern mit) in die Arbeitsrichtung.
  • Kleine Schritte: Gehen Sie mit dem Rechen mit. Greifen Sie nicht zu weit nach vorne aus, da dies die Hebelwirkung auf die Lendenwirbel massiv erhöht. Arbeiten Sie lieber in einem kleinen Radius direkt vor sich.

4. Regelmäßiger Seitenwechsel (Ganz wichtig!)

Die meisten Menschen haben eine Schokoladenseite und halten den Rechen immer gleich (z. B. rechte Hand oben, linke Hand unten). Das führt zu einer einseitigen Belastung der Rückenmuskulatur.

  • Wechseln Sie alle 5 bis 10 Minuten die Griffposition: Die linke Hand geht nach oben, die rechte nach unten. Das fühlt sich anfangs ungewohnt an, verhindert aber effektiv einseitige Verspannungen.

5. Pausen und Ausgleich

  • Aufwärmen: Kreisen Sie vor der Arbeit kurz mit den Schultern und lockern Sie die Hüfte auf. Gartenarbeit ist Sport!
  • Pausen machen: Richten Sie sich zwischendurch bewusst auf, strecken Sie die Arme in die Luft und machen Sie ein leichtes Hohlkreuz als Gegenbewegung zum Vorbeugen.
  • Nicht übertreiben: Wenn der Boden schwer oder nass ist, arbeiten Sie in kleineren Etappen.

Zusammenfassend: Der Schlüssel liegt in einem langen Stiel, dem Vermeiden von Oberkörper-Drehungen und dem regelmäßigen Handwechsel. Wenn Sie merken, dass Sie ins "Hohlkreuz" fallen oder der Nacken verspannt, ist es Zeit für eine Pause.

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