Wie lässt sich verhindern, dass Kabel aus den Steckklemmen des Steckdosen-Einsatzes rutschen?

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Dass Kabel aus Steckklemmen (schraublosen Klemmen) rutschen, ist ein Sicherheitsrisiko (Brandgefahr durch Lichtbögen oder Wackelkontakte). Wenn die Kabel nicht fest sitzen, liegt das meist an der Vorbereitung oder der Installationstechnik.

Hier sind die wichtigsten Punkte, um eine dauerhafte und feste Verbindung zu gewährleisten:

1. Die richtige Abisolierlänge (Einstiegsmaß)

Jeder Steckdosen-Einsatz hat auf der Rückseite eine Markierung oder eine Angabe (meist 11 bis 13 mm), wie weit der Draht abisoliert werden muss.

  • Zu kurz: Die Klemme greift nicht richtig auf dem Kupfer, sondern eventuell auf der Isolierung oder gar nicht.
  • Zu lang: Blankes Kupfer schaut aus der Klemme heraus (Berührungsgefahr).
  • Tipp: Nutzen Sie eine Abisolierzange mit Anschlag, um immer das exakte Maß zu treffen.

2. Draht gerade biegen

Die Steckklemme funktioniert wie ein Widerhaken. Wenn das Kupferende verbogen, verknickt oder deformiert ist, kann die Feder in der Klemme den Draht nicht flächig fixieren.

  • Lösung: Das Ende des Drahtes muss absolut gerade sein. Wenn der Draht vorher in einer Lüsterklemme verschraubt war, schneiden Sie das zerdrückte Ende ab und isolieren Sie neu ab.

3. Den richtigen Drahttyp verwenden

Steckklemmen an herkömmlichen Steckdosen sind für starre Leiter (NYM-Kabel, massiver Draht) ausgelegt.

  • Flexible Leiter (Litzen): Diese dürfen niemals ohne Weiteres in eine Standard-Steckklemme gesteckt werden. Sie rutschen entweder sofort raus oder einzelne Äderchen knicken um.
  • Lösung: Bei flexiblen Kabeln müssen Aderendhülsen aufgepresst werden (wobei viele Steckdosen-Steckklemmen selbst für Aderendhülsen nicht optimal sind). Im Haushalt (Festinstallation) verwendet man jedoch fast immer starre Leitungen (1,5 mm² oder 2,5 mm²).

4. Bis zum Anschlag einführen

Manchmal spürt man einen ersten Widerstand, aber der Draht ist noch nicht ganz eingerastet.

  • Lösung: Schieben Sie den Draht mit Kraft bis zum spürbaren Anschlag in die Klemme. Die Isolierung sollte fast bündig am Gehäuse der Klemme abschließen.

5. Die obligatorische Zugprobe

Das ist der wichtigste Schritt nach jeder Verdrahtung:

  • Lösung: Ziehen Sie einmal kurz und kräftig an jedem einzelnen Draht. Wenn er sich bewegt oder herausrutscht, ist die Verbindung nicht sicher.

6. Klemmen nicht überlasten / Mehrfachbelegung

Steckdosen haben meist zwei Öffnungen pro Potenzial (Phase, Neutralleiter, Erde).

  • Stecken Sie nur einen Draht pro Öffnung. Versuchen Sie niemals, zwei Drähte in ein einziges Loch zu quetschen.

7. Qualität der Steckdose prüfen

Billigprodukte oder sehr alte, bereits mehrfach benutzte Steckdosen können ausgeleierte Federn haben.

  • Verschleiß: Wenn ein Draht einmal mit Gewalt herausgezogen wurde, ohne den Entriegelungshebel zu drücken, kann die interne Feder verbogen sein. In diesem Fall hilft nur: Steckdose austauschen.

8. Mechanische Spannung in der Dose vermeiden

Wenn Sie die Steckdose in die Wandbox drücken, entstehen oft starke Biegekräfte an den Kabeln.

  • Tipp: Biegen Sie die Drähte vorher "schlangenförmig" in die Dose, sodass sie beim Hineinschieben der Steckdose locker nachgeben und nicht direkt an den Klemmen ziehen oder hebeln.

Wichtiger Sicherheitshinweis: Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen in Deutschland laut § 13 NAV nur durch eingetragene Elektroinstallateure durchgeführt werden. Stellen Sie in jedem Fall sicher, dass die Anlage spannungsfrei ist (5 Sicherheitsregeln beachten: Freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen...).

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