Wie lässt sich ein feststeckender oder falsch platzierter Dübel wieder aus der Wand entfernen?

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Einen festsitzenden Dübel zu entfernen, kann knifflig sein, aber es gibt mehrere bewährte Methoden, je nachdem, wie tief der Dübel sitzt und aus welchem Material er besteht.

Hier sind die effektivsten Techniken:

1. Der Klassiker: Die Schrauben-Methode

Dies ist die gängigste und meist erfolgreichste Methode.

  • Vorgehensweise: Drehe eine passende Schraube von Hand ein paar Millimeter in den Dübel hinein (nur so weit, dass sie greift, aber den Dübel nicht noch weiter spreizt).
  • Herausziehen: Greife den Schraubenkopf mit einer Kombi- oder Kneifzange und ziehe ihn samt Dübel kräftig gerade heraus.
  • Hebelwirkung: Wenn er sehr fest sitzt, kannst du eine Beißzange oder die Klaue eines Zimmermannshammers als Hebel benutzen. Leg ein Stück Pappe oder Holz unter die Zange, um die Wand nicht zu beschädigen.

2. Der Korkenzieher-Trick

Besonders bei Kunststoffdübeln in festem Mauerwerk wirkt ein Korkenzieher oft Wunder.

  • Vorgehensweise: Drehe die Spirale des Korkenziehers in den Dübel.
  • Herausziehen: Durch den Griff des Korkenziehers hast du viel mehr Kraft beim Ziehen als bei einer Schraube.

3. Mit dem Seitenschneider (wenn der Rand vorsteht)

Falls der Dübel ein Stück aus der Wand herausragt:

  • Vorgehensweise: Greife den Rand des Dübels mit einem Seitenschneider. Knipse ihn nicht ab, sondern nutze die Keilform des Seitenschneiders, um den Dübel Stück für Stück aus der Wand zu hebeln.

4. Ausbohren (Die radikale Lösung)

Wenn der Dübel abgebrochen ist oder extrem fest sitzt, hilft nur der Bohrer.

  • Vorgehensweise: Nimm einen Holz- oder Metallbohrer, der den gleichen Durchmesser wie der Dübel (oder einen Millimeter kleiner) hat.
  • Bohren: Bohre vorsichtig in den Dübel hinein. Durch die Reibungshitze schmilzt der Kunststoff oft leicht an und verhakt sich am Bohrer, sodass er beim Herausziehen des Bohrers mitkommt. Falls nicht, wird der Dübel einfach zerbröselt.

5. Die "Verschwinden-lassen"-Methode (Alternative)

Wenn der Dübel sich absolut nicht bewegen lässt und du die Wand ohnehin zuspachteln willst:

  • Vorgehensweise: Nimm ein Teppichmesser (Cutter) und schneide den hervorstehenden Rand des Dübels vorsichtig bündig zur Wand ab.
  • Versenken: Nimm einen Durchschlag oder einen dicken Nagel und schlage den Rest des Dübels mit einem Hammer tiefer in das Loch hinein.
  • Finish: Das nun entstandene kleine Loch an der Oberfläche kannst du einfach mit Spachtelmasse (z. B. "Moltofill") füllen und überstreichen.

Spezieller Hinweis für Hohlraumdübel (Metall):

Bei Metall-Hohlraumdübeln (für Gipskarton) funktionieren die oben genannten Methoden meist nicht, da sich diese hinter der Platte aufgespreizt haben.

  • Hier musst du oft den sichtbaren Kragen mit einem Metallbohrer vorsichtig wegbohren, bis der Rest des Dübels einfach hinter die Wand in den Hohlraum fällt.

Zusatz-Tipp: Wenn das Loch nach dem Entfernen zu groß geworden ist und du an derselben Stelle einen neuen Dübel setzen willst, fülle das Loch mit Schnellspachtel oder speziellen "Flüssigdübeln" aus und setze den neuen Dübel direkt in die feuchte Masse.

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