Wie hoch ist der Akkuverbrauch von Smartphones bei der Nutzung von Navigations-Apps?

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Die Nutzung von Navigations-Apps gehört zu den intensivsten Aufgaben, die ein Smartphone bewältigen kann. Der Akkuverbrauch ist deshalb vergleichsweise hoch.

Hier ist eine detaillierte Aufschlüsselung, wie hoch der Verbrauch ist und warum das so ist:

1. Durchschnittlicher Verbrauch

Genaue Zahlen hängen stark vom Smartphone-Modell, dem Alter des Akkus und den Einstellungen ab. Grobe Richtwerte pro Stunde Navigation sind:

  • Moderne Flaggschiff-Smartphones: ca. 10 % bis 20 % pro Stunde.
  • Ältere oder Mittelklasse-Geräte: ca. 20 % bis 35 % pro Stunde.
  • Im Extremfall: Bei maximaler Helligkeit und schlechtem Empfang kann der Akku nach 3 bis 4 Stunden komplett leer sein.

2. Warum ist der Verbrauch so hoch? (Die 4 Hauptfaktoren)

Der hohe Energiebedarf ergibt sich aus der gleichzeitigen Nutzung fast aller Hardware-Komponenten:

  1. Das Display (Hauptverbraucher): Bei der Navigation bleibt der Bildschirm meist dauerhaft eingeschaltet ("Screen-on-Time"). Da man im Auto oft bei Tageslicht fährt, regelt die automatische Helligkeit das Display oft auf das Maximum, was massiv Energie kostet.
  2. GPS-Modul: Das Smartphone muss ständig Signale von mehreren Satelliten empfangen und verarbeiten, um die Position metergenau zu bestimmen. Dieser daueraktive Sensor ist sehr stromhungrig.
  3. Mobile Daten (LTE/5G): Die App lädt ständig Kartendaten, aktuelle Verkehrsinformationen und Blitzer-Warnungen in Echtzeit herunter. Bei Fahrten durch Gebiete mit schlechtem Empfang steigt der Verbrauch, da das Modem die Sendeleistung erhöht, um die Verbindung zu halten.
  4. Prozessor (CPU/GPU): Die Karte muss ständig flüssig gerendert werden (oft in 3D), und die Route wird im Hintergrund bei Abweichungen permanent neu berechnet.

3. Unterschiede zwischen den Apps

Nicht jede App verbraucht gleich viel Strom:

  • Google Maps & Apple Maps: Sind gut optimiert, verbrauchen aber durch das ständige Nachladen von Online-Karten moderat viel Strom.
  • Waze: Verbraucht tendenziell mehr, da die App viele soziale Funktionen und Animationen hat, die den Prozessor stärker fordern.
  • Offline-Navis (z. B. HERE WeGo oder spezielle Wander-Apps): Verbrauchen weniger, da die mobilen Daten ausgeschaltet bleiben können.

4. Tipps zur Senkung des Akkuverbrauchs

Wenn du kein Ladekabel zur Hand hast, helfen diese Maßnahmen:

  • Offline-Karten nutzen: Lade die Karte für deine Route vorab im WLAN herunter. Das spart die mobile Datenverbindung.
  • Helligkeit reduzieren: Regle die Displayhelligkeit manuell so weit wie möglich herunter.
  • Dark Mode aktivieren: Bei Smartphones mit OLED-Displays spart der Nachtmodus der Karten-App massiv Energie, da schwarze Pixel keinen Strom verbrauchen.
  • Nur Sprachausgabe nutzen: Wenn du die Strecke grob kennst, schalte das Display aus und lass dich nur per Sprache leiten. Das ist die effektivste Methode zum Stromsparen.
  • Hintergrund-Apps schließen: Beende andere stromintensive Apps (wie Spiele oder Social Media).

Fazit

Für längere Fahrten (über 1 Stunde) ist ein Kfz-Ladekabel oder eine Powerbank fast unerlässlich, da die Kombination aus dauerhaft aktivem Display, GPS und mobilem Internet das Smartphone an seine Leistungsgrenzen bringt. Zudem wird das Gerät durch die Dauerbelastung oft sehr warm, was die Lade-Effizienz zusätzlich verringern kann.