Wie funktioniert die Technik eines Sturmfeuerzeugs?

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Ein Sturmfeuerzeug funktioniert anders als ein herkömmliches Einwegfeuerzeug, da es darauf ausgelegt ist, auch bei starkem Wind eine stabile Flamme zu halten.

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene technische Ansätze: das klassische Benzin-Sturmfeuerzeug (bekannt durch die Marke Zippo) und das moderne Jet-Flame-Gasfeuerzeug.

Hier ist die Erklärung für beide Techniken:


1. Das klassische Benzin-Sturmfeuerzeug (z. B. Zippo)

Dieses Feuerzeug nutzt keine Hochdruckflamme, sondern ein cleveres Design des Gehäuses.

  • Der Brennstoff-Speicher: Im Inneren befindet sich Watte, die mit Feuerzeugbenzin getränkt ist. Ein Docht führt durch diese Watte nach oben in die Brennkammer. Durch die Kapillarwirkung ist der Docht immer mit Benzin gesättigt.
  • Die Zündung: Ein Reibrad schlägt Funken aus einem Cereisen-Zündstein. Diese Funken entzünden die Benzindämpfe am Docht.
  • Der Windschutz (Der „Kamin“): Das ist das entscheidende Bauteil. Der Docht ist von einem Metallgehäuse mit Löchern umgeben.
    • Funktion der Löcher: Wenn Wind auf das Feuerzeug trifft, wird er durch die Löcher gebrochen und verwirbelt. Innerhalb des Kamins entstehen kleine Wirbel, aber kein direkter, starker Luftstrom, der die Flamme wegpusten könnte.
    • Sauerstoffzufuhr: Gleichzeitig lassen die Löcher genug Sauerstoff herein, damit die Verbrennung stabil bleibt.
  • Das Ausmachen: Da die Flamme sehr stabil ist, lässt sie sich kaum auspusten. Man löscht sie, indem man die Kappe schließt und ihr so den Sauerstoff entzieht.

2. Das Jet-Flame- oder Turbo-Feuerzeug (Gas)

Diese Technik basiert auf einem physikalischen Prinzip (dem Venturi-Effekt) und erzeugt eine brennerartige, blaue Flamme.

  • Der Brennstoff: Es wird Butangas verwendet, das unter hohem Druck im Tank steht.
  • Das Düsensystem: Wenn man den Drücker betätigt, presst das Gas mit hoher Geschwindigkeit durch eine extrem feine Düse.
  • Der Venturi-Effekt: Kurz nach der Düse befinden sich meist Luftansaugstutzen. Das schnell strömende Gas reißt Luft (Sauerstoff) mit sich. Dies geschieht in einer Mischkammer noch vor der eigentlichen Verbrennung.
  • Die Verbrennung: Da das Gas bereits perfekt mit Sauerstoff gemischt ist und unter hohem Druck austritt, entsteht eine sehr heiße (bis zu 1.300 °C), scharf gebündelte blaue Flamme.
  • Warum windfest? Die Flamme hat eine so hohe Ausströmgeschwindigkeit, dass der Wind sie mechanisch kaum beiseiteschieben kann.
  • Der Glühdraht (optional): Viele Jet-Feuerzeug haben oben an der Öffnung einen dünnen Katalysatordraht. Er glüht durch die Hitze auf. Sollte die Flamme durch einen extremen Windstoß doch einmal kurz abreißen, entzündet der glühende Draht das nachströmende Gasgemisch sofort wieder.

Zusammenfassung der Unterschiede

Merkmal Benzin-Sturmfeuerzeug Jet-Flame-Gasfeuerzeug
Flammentyp Gelb, weich, flackernd Blau, hart, wie ein Schweißbrenner
Windschutz durch... Mechanischen Kamin (Lochblech) Hohen Gasdruck & Gemischaufbereitung
Vorteil Funktioniert immer (mechanisch robust) Sehr heiß, präzise, zündet alles sofort
Nachteil Benzin verdunstet mit der Zeit Mechanik (Piezo-Zündung) empfindlicher

Beide Techniken sorgen dafür, dass die Kette der Verbrennung (Brennstoff + Hitze + Sauerstoff) nicht durch die mechanische Kraft des Windes unterbrochen wird.