Wie entfernt oder verhindert man Rostbildung an den Werkzeugen eines Schraubendreher-Sets?
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Rost an Werkzeugen ist nicht nur ein optisches Problem, sondern kann auch die Passgenauigkeit und Stabilität beeinträchtigen. Hier ist eine Anleitung, wie du Rost entfernst und deine Schraubendreher langfristig schützt.
1. Rost entfernen
Je nachdem, wie stark der Rostbefall ist, gibt es verschiedene Methoden:
A. Die Hausmittel-Methode (bei leichtem Rost)
- Essig oder Zitronensäure: Lege die betroffenen Werkzeuge (nur die Metallteile!) für einige Stunden in ein Bad aus Haushaltsessig oder in Wasser aufgelöste Zitronensäure. Die Säure löst den Rost.
- Natron-Paste: Mische Natron mit etwas Wasser zu einer dicken Paste, trage sie auf und lass sie 1-2 Stunden einwirken.
- Schrubben: Nutze danach eine alte Zahnbürste oder eine Messingbürste (weicher als Stahl, schont das Werkzeug), um den gelösten Rost abzureiben.
B. Die chemische Methode (bei mittlerem Rost)
- WD-40 oder Rostlöser: Sprühe das Werkzeug großzügig ein und lass es einwirken. Der Rost lässt sich danach meist einfach mit einem Tuch oder Stahlwolle (Feinheitsgrad 000) abwischen.
- Spezialreiniger: Es gibt chemische Entroster-Gels, die sehr effizient arbeiten, aber oft aggressiv zur Haut sind.
C. Die mechanische Methode (bei tiefem Rost)
- Feine Stahlwolle oder Schleifvlies: Damit lässt sich oberflächlicher Rost mechanisch abschleifen.
- Vorsicht: Nutze kein grobes Schleifpapier, da dies tiefe Kratzer hinterlässt, in denen sich neuer Rost noch schneller festsetzen kann.
2. Nachbehandlung (Ganz wichtig!)
Nachdem der Rost entfernt wurde, ist das Metall „nackt“ und besonders anfällig.
- Neutralisieren: Wenn du Säure (Essig/Zitrone) verwendet hast, spüle das Werkzeug gründlich mit Wasser ab und trockne es sofort penibel ab (am besten mit einem Föhn).
- Ölen: Trage sofort einen dünnen Schutzfilm auf (siehe unten).
3. Rostbildung dauerhaft verhindern
Prävention ist einfacher als Reinigung. Rost entsteht durch Feuchtigkeit und Handschweiß (Salze).
- Nach jedem Gebrauch abwischen: Handschweiß ist leicht säurehaltig. Wische den Schraubendreher nach der Arbeit kurz mit einem öligen Lappen ab.
- Das richtige Öl:
- Ballistol oder Universalöl: Ein Klassiker. Schützt vor Korrosion und pflegt auch Kunststoffgriffe.
- WD-40: Gut zur Reinigung, verfliegt aber recht schnell. Als Langzeitschutz gibt es spezielles „WD-40 Specialist Korrosionsschutz-Spray“.
- Wachs-Sprays: Diese bilden einen trockenen Schutzfilm, an dem kein Staub kleben bleibt.
- Lagerung optimieren:
- Trocken lagern: Lagere Werkzeuge nicht im feuchten Keller oder in der Garage in einer offenen Kiste.
- Silica-Gel: Lege ein paar Beutel Silica-Gel (die oft bei Schuhen oder Elektronik dabei sind) in den Werkzeugkoffer, um die Luftfeuchtigkeit zu binden.
- VCI-Einhänger/Papiere: Es gibt spezielles Rostschutzpapier oder Kunststoffclips (VCI - Volatile Corrosion Inhibitor), die in den Werkzeugkasten gelegt werden und eine schützende Atmosphäre bilden.
Ein Tipp für die Qualität:
Hochwertige Schraubendreher (z.B. von Marken wie Wera, Wiha oder Hazet) sind oft verchromt oder phosphatiert. Wenn diese Schicht durch falsches Schleifen beschädigt wird, rosten sie schneller. Achte bei der Reinigung also darauf, die Oberfläche so wenig wie möglich zu zerkratzen.