Wie dosiert man Flüssigwaschmittel für eine normale Waschladung richtig?

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Die richtige Dosierung von Flüssigwaschmittel hängt von drei wesentlichen Faktoren ab. Es gibt keine pauschale Menge (wie „immer eine Kappe“), da moderne Waschmittel hochkonzentriert sind.

Hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung für die richtige Dosierung:

1. Die drei entscheidenden Faktoren prüfen

Bevor Sie gießen, schauen Sie kurz auf diese drei Punkte:

  • Verschmutzungsgrad:
    • Leicht: Keine Flecken, nur getragen (z. B. Bürokleidung).
    • Normal: Dezent verschmutzt (z. B. Alltagskleidung, Handtücher).
    • Stark: Sichtbare Flecken, Matsch, Schweiß oder Arbeitskleidung.
  • Wasserhärte:
    • Fragen Sie bei Ihrem lokalen Wasserversorger nach (meist online einsehbar) oder nutzen Sie Teststreifen. Hartes Wasser benötigt mehr Waschmittel, da der enthaltene Enthärter die Kalkbildung verhindern muss.
  • Beladungsmenge:
    • Die Angaben auf der Flasche beziehen sich meist auf eine Beladung von 4,5 bis 5 kg.
    • Wenn Sie eine moderne 7-kg- oder 8-kg-Maschine ganz voll machen, müssen Sie die Dosis entsprechend erhöhen (meist +20 bis 50 ml laut Tabelle).

2. Die Dosiertabelle auf der Flasche lesen

Jeder Hersteller hat eine andere Konzentration. Werfen Sie einen Blick auf das Etikett (meist auf der Rückseite). Dort finden Sie eine Tabelle, die genau sagt:

  • Bsp.: Normal verschmutzt + mittleres Wasser = 50 ml.

3. Das richtige Maß verwenden

  • Verwenden Sie immer die Verschlusskappe oder eine Dosierhilfe. „Nach Gefühl“ zu dosieren führt fast immer zu einer Überdosierung.
  • Tipp: Viele Hersteller verschicken kostenlose Dosierhilfen (Kugeln), die man direkt zur Wäsche in die Trommel legt. Das ist bei Flüssigwaschmittel oft sauberer als das Einspülfach.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Was passiert bei zu viel Waschmittel? (Überdosierung)

  • Rückstände: Weiße Schlieren auf dunkler Kleidung.
  • Geruch: Es bildet sich ein Biofilm in der Maschine, der nach faulen Eiern riechen kann.
  • Umwelt: Unnötige Belastung des Abwassers.
  • Schaumbildung: Die Maschine muss zusätzliche Spülgänge einlegen, was Wasser und Strom kostet.

Was passiert bei zu wenig Waschmittel? (Unterdosierung)

  • Grauschleier: Die Wäsche wird mit der Zeit grau, da der Schmutz nicht in der Schwebe gehalten wird.
  • Verkalkung: Die Heizstäbe der Maschine verkalken schneller, da nicht genug Enthärter im Wasser ist.

Faustregel für eine „normale“ Ladung (5 kg, mittlere Wasserhärte, normal verschmutzt):

Meist liegt die Menge bei etwa 35 ml bis 50 ml. Das ist oft deutlich weniger, als die Verschlusskappe fassen kann (viele Kappen fassen 70–100 ml).

Zusatztipp: Wenn Sie Flüssigwaschmittel nutzen, sollten Sie mindestens einmal im Monat eine 60°C- oder 90°C-Wäsche mit Pulver-Vollwaschmittel laufen lassen. Flüssigwaschmittel enthält keine Bleiche, was die Keimbildung in der Maschine begünstigt. Das Pulver reinigt die Maschine von innen.