Wie bekommt man Wasserreste aus dem Hohlraum eines fest verschlossenen Schleuderdeckels?
Das Problem bei Salatschleudern ist oft, dass Wasser durch die Mechanik oder kleine Spalten in den Deckel eindringt, dort aber aufgrund der Oberflächenspannung und fehlender Belüftung gefangen bleibt. Das kann zu Schimmelbildung führen.
Hier sind die effektivsten Methoden, um das Wasser herauszubekommen, sortiert von „sanft“ bis „operativ“:
1. Die Zentrifugalkraft nutzen (Die „Schleuder-Taktik“)
Da es eine Schleuder ist, hilft oft Schleudern.
- Halten Sie den Deckel fest in der Hand (oder in einem Handtuch).
- Führen Sie mit dem gestreckten Arm kräftige, kreisförmige Schleuderbewegungen aus.
- Achten Sie darauf, in welche Richtung die Öffnungen (meist an der Unterseite oder am Rand) zeigen, damit das Wasser durch die Fliehkraft nach außen gedrückt wird.
2. Der „Sog-Effekt“ mit dem Staubsauger
Dies ist oft die erfolgreichste Methode für fest verschlossene Gehäuse:
- Suchen Sie die Stelle, an der das Wasser vermutlich eingedrungen ist (oft am Rand oder beim Antriebszapfen).
- Halten Sie das Staubsaugerrohr fest auf diese Stelle. Dichten Sie eventuelle Lücken mit der Hand oder einem Tuch ab, um maximalen Unterdruck zu erzeugen.
- Der Sog zieht die Wassertropfen oft in Sekundenbruchteilen heraus.
3. Verdunstung durch Wärme (Geduld gefragt)
- Legen Sie den Deckel für längere Zeit auf eine warme (nicht heiße!) Heizung.
- Wichtig: Legen Sie ihn so hin, dass die Öffnungen nach oben zeigen, damit der Wasserdampf entweichen kann.
- Alternativ: Legen Sie den Deckel in die pralle Sonne. Vorsicht: Zu viel Hitze (z.B. im Backofen) kann den Kunststoff verformen oder spröde machen.
4. Den Deckel „knacken“ (Oft möglich, auch wenn es nicht so aussieht)
Viele Schleuderdeckel wirken wie aus einem Guss, bestehen aber aus zwei ineinander geklipsten Teilen.
- Suchen Sie am Rand nach kleinen Schlitzen oder Einkerbungen.
- Oft kann man mit einem flachen Gegenstand (z.B. einem stumpfen Tafelmesser oder einem stabilen Fingernagel) vorsichtig zwischen die obere und untere Schale fahren und diese auseinanderhebeln.
- Marken-Tipp: Bei Modellen von Herstellern wie OXO oder GEFU lässt sich der Boden des Deckels meist durch Drücken eines Knopfes oder Drehen einer Verriegelung ganz einfach abnehmen.
5. Die „Dochtmethode“
- Rollen Sie ein Stück Küchenpapier sehr fest und spitz zusammen.
- Schieben Sie diese Papierspitze so weit wie möglich in die vorhandenen Ritzen.
- Das Papier saugt das Wasser durch die Kapillarwirkung nach und nach auf.
Vorbeugung für die Zukunft:
- Nicht untertauchen: Reinigen Sie den mechanischen Teil des Deckels in Zukunft nur mit einem feuchten Tuch, statt ihn im Spülbecken unter Wasser zu tauchen.
- Spülmaschine meiden: Auch wenn der Hersteller „spülmaschinenfest“ angibt, dringt durch den hohen Wasserdruck in der Maschine fast immer Wasser in die Hohlräume ein.
Falls es bereits muffig riecht: Mischen Sie etwas Essigwasser oder Gebissreiniger-Lösung an, lassen Sie diese kurz einsaugen, schütteln Sie sie im Inneren und wenden Sie dann die Staubsaugermethode an, um alles restlos zu entfernen.