Wer hat den Tesafilm ursprünglich erfunden?
Die Erfindung des Tesafilms war ein Prozess, an dem mehrere Personen und die Firma Beiersdorf in Hamburg beteiligt waren. Man kann die „Erfindung“ in drei entscheidende Schritte unterteilen:
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Die technische Basis (1882): Der Apotheker Paul C. Beiersdorf meldete 1882 ein Patent für die Herstellung von „Guttaperchapflastermullen“ an. Dies gilt als die Geburtsstunde der Klebe-Technologie bei Beiersdorf. Allerdings hafteten diese Pflaster so stark, dass sie die Haut reizten und für medizinische Zwecke zunächst ungeeignet waren.
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Die Weiterentwicklung (1890/1896): Dr. Oscar Troplowitz, der die Firma von Beiersdorf übernahm, entwickelte daraus das erste technische Klebeband, um zum Beispiel geflickte Fahrradreifen zu schützen. Er brachte 1896 das Heftpflaster „Leukoplast“ auf den Markt.
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Der eigentliche „Tesafilm“ (1936): Der entscheidende Mann für den heutigen Tesafilm war der Beiersdorf-Mitarbeiter Hugo Kirchberg. Er hatte 1935 die Idee, das bis dahin eher erfolglose Klebeband als transparenten Klebefilm für das Büro und den Haushalt (zum Verschließen von Paketen oder Reparieren von Papier) zu vermarkten.
- Kirchberg erfand 1936 auch den dazugehörigen Abroller, um die Handhabung des Klebebands zu erleichtern.
- Zuvor hieß das Produkt „Beiersdorf-Kautschuk-Klebeband“, erst ab 1936 wurde es unter dem Namen Tesa (ein Kunstwort, das auf die Sekretärin Elsa Tesmer zurückgeht) vertrieben.
Zusammenfassend: Während Paul C. Beiersdorf und Oscar Troplowitz die Klebetechnik erfanden, war Hugo Kirchberg derjenige, der den Tesafilm als das Produkt konzipierte, das wir heute kennen.