Welches Werkzeug eignet sich am besten für das gleichmäßige Auftragen von Holzlasur?

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Es gibt nicht das eine perfekte Werkzeug für alle Situationen, aber je nach Projekt haben sich drei Werkzeuge besonders bewährt. Das Geheimnis eines gleichmäßigen Auftrags liegt meist in der Kombination aus dem richtigen Werkzeug und der richtigen Technik.

Hier sind die besten Optionen:

1. Der Lasurpinsel (Der Allrounder)

Für die meisten Heimwerkerprojekte ist ein spezieller Lasurpinsel die beste Wahl.

  • Warum: Er hat meistens eine Mischung aus Natur- und Synthetikborsten (oder spezielle geschlitzte Synthetikborsten), die dünnflüssige Lasuren sehr gut halten und gleichmäßig abgeben, ohne zu tropfen.
  • Wichtig: Achten Sie bei wasserbasierten Lasuren darauf, Pinsel mit Kunststoffborsten zu verwenden, da Naturborsten aufquellen und das Ergebnis streifig machen können.
  • Einsatzbereich: Zäune, Gartenmöbel, kleinteilige Werkstücke.

2. Die Schaumstoffrolle oder Mikrofaserrolle (Für große Flächen)

Wenn Sie große, ebene Flächen wie Türen oder Tischplatten lasieren, ist eine Rolle unschlagbar.

  • Warum: Sie trägt die Lasur sehr gleichmäßig und schnell auf.
  • Tipp für Perfektionisten: Um die typische Roll-Struktur zu vermeiden, sollten Sie „nachschlichten“. Das bedeutet: Rollen Sie die Lasur auf und fahren Sie direkt danach (solange sie nass ist) einmal ganz leicht mit einem breiten Pinsel in Richtung der Holzmaserung darüber.
  • Einsatzbereich: Türen, Sichtschutzwände, große Platten.

3. Der Lasurschwamm (Für Möbel und Feinarbeiten)

Ein einfacher Haushaltsschwamm oder ein spezieller Viskoseschwamm ist ein Geheimtipp für ein besonders natürliches Finish.

  • Warum: Mit einem Schwamm lässt sich die Lasur sehr tief in die Fasern einarbeiten. Man kann die Intensität gut steuern und Überschüsse direkt wieder aufsaugen, was Fleckenbildung verhindert.
  • Einsatzbereich: Möbel im Innenbereich, bei denen die Holzmaserung stark betont werden soll.

Profi-Tipps für ein streifenfreies Ergebnis:

  1. Immer in Richtung der Maserung: Egal welches Werkzeug Sie nutzen, streichen oder rollen Sie immer parallel zu den Holzfasern.
  2. „Nass-in-Nass“ arbeiten: Arbeiten Sie zügig und vermeiden Sie es, auf bereits angetrocknete Stellen erneut Lasur aufzutragen. Das führt zu dunklen Flecken (Überlappungen).
  3. Verschlichten: Wenn Sie mit dem Pinsel arbeiten, streichen Sie am Ende noch einmal mit sehr wenig Druck über die gesamte Länge des Werkstücks, um Pinselstriche zu glätten.
  4. Der Zwischenschliff: Nach dem ersten Auftrag stellen sich oft Holzfasern auf. Wenn Sie die Fläche nach dem Trocknen kurz mit feinem Schleifpapier (Körnung 180–240) zwischenschleifen und ein zweites Mal lasieren, wird das Ergebnis perfekt glatt.

Fazit: Für ein garantiert gleichmäßiges Ergebnis auf größeren Flächen ist die Kombination aus Mikrofaserrolle (Auftrag) und Lasurpinsel (Glätten) die beste Methode.

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