Welches Wasser eignet sich am besten zum Anmischen von Nasenspülsalz?
Für das Anmischen von Nasenspülsalz ist die Qualität des Wassers entscheidend, um Infektionen zu vermeiden und die Nasenschleimhaut nicht zu reizen.
Hier sind die besten Optionen, sortiert nach Empfehlung:
1. Abgekochtes Leitungswasser (Die gängigste Methode)
Das ist die praktischste und sicherste Methode für den Hausgebrauch.
- Vorgehensweise: Kochen Sie frisches Leitungswasser sprudelnd auf und lassen Sie es mindestens zwei bis drei Minuten kochen, um Keime und Bakterien sicher abzutöten.
- Wichtig: Lassen Sie das Wasser vor der Anwendung unbedingt auf Körpertemperatur (ca. 37 °C) abkühlen. Zu heißes Wasser verbrennt die Schleimhäute, zu kaltes Wasser wirkt unangenehm und reizend.
2. Steriles oder destilliertes Wasser
Dieses Wasser können Sie in der Apotheke oder Drogerie kaufen (achten Sie darauf, dass es für medizinische Zwecke geeignet ist, sogenanntes Aqua purificata).
- Vorteil: Es ist garantiert keimfrei.
- Nachteil: Es muss vor der Anwendung meist separat erwärmt werden, da eine Nasenspülung mit zimmerwarmem Wasser oft als unangenehm empfunden wird.
3. Stilles Mineralwasser (Nur im Notfall)
Wenn Sie unterwegs sind und kein Wasser abkochen können, ist stilles Wasser aus der Flasche eine Notlösung.
- Vorsicht: Mineralwasser ist nicht steril. Zudem kann der Mineralstoffgehalt die Schleimhaut reizen, wenn er nicht optimal auf das Nasenspülsalz abgestimmt ist.
Warum niemals unbehandeltes Leitungswasser?
Auch wenn das Leitungswasser in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine sehr hohe Qualität hat und als Trinkwasser sicher ist, ist es nicht steril.
- Keimgefahr: In seltenen Fällen können Amöben oder Bakterien (wie Legionellen) im Leitungswasser enthalten sein. Während der Magen diese abtötet, können sie über die feine Nasenschleimhaut direkt in Richtung Gehirn oder Nebenhöhlen gelangen und schwere Infektionen verursachen.
- Reizung: Chlorrückstände oder Kalk im Leitungswasser können die Nasenschleimhaut zusätzlich reizen.
Wichtige Tipps für die Nasenspülung:
- Das richtige Mischverhältnis: Verwenden Sie immer die vorgegebene Menge Salz (meist ein Dosierbeutel auf 250 ml Wasser), um eine isotonische Lösung zu erhalten. Das entspricht dem Salzgehalt Ihrer Körperflüssigkeiten. Reines Wasser ohne Salz brennt in der Nase!
- Sauberkeit der Kanne: Reinigen Sie die Nasenspülkanne nach jeder Benutzung gründlich mit heißem Wasser und lassen Sie sie an der Luft vollständig trocknen.
- Frische: Setzen Sie die Lösung immer frisch an. Lassen Sie angerührtes Wasser nicht über Stunden oder Tage stehen, da sich darin sofort wieder Keime vermehren können.
Zusammenfassend: Am besten ist frisch abgekochtes, auf Körpertemperatur abgekühltes Leitungswasser.