Welches Kochgeschirr ist speziell für die Nutzung auf einer Induktionsplatte geeignet?

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Damit Kochgeschirr auf einem Induktionskochfeld funktioniert, muss es eine entscheidende Eigenschaft besitzen: Es muss ferromagnetisch sein.

Da bei Induktion die Hitze durch ein magnetisches Wechselfeld direkt im Boden des Topfes erzeugt wird, funktionieren nur Materialien, auf die ein Magnet reagiert.

Hier ist eine Übersicht der geeigneten Materialien und worauf du achten solltest:

1. Geeignete Materialien

  • Gusseisen: Von Natur aus magnetisch. Gusseisenpfannen und Bräter (z. B. von Le Creuset oder Staub) sind hervorragend für Induktion geeignet, da sie die Wärme zudem sehr gut speichern.
  • Stahl und Emaille: Töpfe aus Stahlblech oder klassische Emaille-Töpfe sind magnetisch und funktionieren problemlos.
  • Spezieller Edelstahl: Nicht jeder Edelstahl ist magnetisch. Damit Edelstahl-Töpfe auf Induktion funktionieren, besitzen sie einen sogenannten „Sandwichboden“, in den ein magnetischer Kern (meist aus Stahl) eingearbeitet ist.
  • Aluminium/Kupfer mit Spezialboden: Reines Aluminium oder Kupfer ist nicht magnetisch. Viele moderne Pfannen (z. B. Teflonpfannen) bestehen aus Aluminium, haben aber einen eingepressten Boden aus ferromagnetischem Stahl, damit sie induktionsfähig sind.

2. Woran erkenne ich die Eignung?

Wenn du unsicher bist, gibt es zwei einfache Wege, das herauszufinden:

  • Das Induktions-Symbol: Achte auf der Unterseite des Topfes oder auf der Verpackung auf das internationale Symbol für Induktion. Es sieht aus wie eine waagerechte Wendel bzw. eine Drahtspule (vier oder fünf Schleifen).
  • Der Magnet-Test: Dies ist die sicherste Methode für altes Kochgeschirr. Halte einen herkömmlichen Kühlschrankmagneten an die Außenseite des Topfbodens. Wenn der Magnet fest am Boden haftet, ist das Kochgeschirr für Induktion geeignet.

3. Wichtige Qualitätsmerkmale für Induktionsgeschirr

Neben der Magnetisierbarkeit spielen noch andere Faktoren eine Rolle für ein gutes Kochergebnis:

  • Planer Boden: Der Boden muss absolut flach sein, um einen optimalen Kontakt zum Kochfeld zu haben. Verzogene Böden führen zu Geräuschen (Brummen) und ungleichmäßiger Erwärmung.
  • Bodendicke: Ein dickerer Boden (Sandwichboden) speichert die Energie besser und verhindert, dass sich der Boden bei schneller Erhitzung (Boost-Funktion) verformt.
  • Passende Größe: Der Topf sollte idealerweise denselben Durchmesser wie die Kochzone haben. Ist der Topf viel zu klein, erkennt der Sensor ihn eventuell nicht und das Kochfeld schaltet sich nicht ein.

4. Was funktioniert NICHT?

Ohne speziellen magnetischen Boden funktionieren folgende Materialien nicht:

  • Reines Aluminium
  • Reines Kupfer
  • Glas (z. B. Jenaer Glas)
  • Keramik
  • Tontöpfe (z. B. Römertopf)

Tipp: Falls du liebgewonnene Töpfe hast, die nicht magnetisch sind, gibt es im Handel sogenannte Induktions-Adapterplatten. Diese legt man auf das Kochfeld und stellt den Topf darauf. Das ist jedoch weniger effizient und langsamer als direkt geeignetes Kochgeschirr.