Welche Verdauungsbeschwerden können bei einer Überdosierung von Magnesium auftreten?

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Eine Überdosierung von Magnesium (medizinisch oft als Hypermagnesiämie bezeichnet, wobei im Alltag meist die Nebenwirkungen durch zu hohe Supplementierung gemeint sind) äußert sich am häufigsten durch Beschwerden im Magen-Darm-Trakt.

Hier sind die typischen Verdauungsbeschwerden:

1. Durchfall (der häufigste Effekt)

Das ist das klassische Anzeichen für zu viel Magnesium. Magnesium wirkt osmotisch: Es zieht im Darm Wasser an und bindet es. Dadurch wird der Stuhl weicher bis flüssig, und die Darmbewegung (Peristaltik) wird angeregt. Man spricht hierbei oft von „tolerierbarem Durchfall“, da er meist aufhört, sobald die Dosis reduziert wird.

2. Bauchschmerzen und Krämpfe

Durch die erhöhte Wasseransammlung im Darm und die verstärkte Darmtätigkeit kann es zu unangenehmen Blähungen, Bauchschmerzen oder krampfartigen Beschwerden kommen.

3. Übelkeit und Erbrechen

Bei sehr hohen Dosen, die über das Maß einer leichten Überdosierung hinausgehen, kann dem Körper signalisiert werden, dass ein Überschuss vorliegt, was zu Übelkeit und in selteneren Fällen zu Erbrechen führen kann.


Warum passiert das?

Der Körper kann Magnesium nur in begrenzten Mengen auf einmal aufnehmen. Alles, was nicht über die Darmschleimhaut ins Blut gelangt, bleibt im Verdauungstrakt und entfaltet dort die abführende Wirkung.

Ab wann treten diese Beschwerden auf?

  • Empfehlung: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt eine Tageshöchstdosis von 250 mg Magnesium zusätzlich zur normalen Ernährung über Nahrungsergänzungsmittel.
  • Beschwerden treten meist auf, wenn diese Menge deutlich überschritten wird oder die gesamte Tagesdosis auf einmal eingenommen wird (statt über den Tag verteilt).

Wichtiger Hinweis: Die Rolle der Nieren

Bei gesunden Menschen scheiden die Nieren überschüssiges Magnesium, das bereits im Blut aufgenommen wurde, einfach über den Urin aus. Gefährlich wird eine Magnesium-Überdosierung vor allem für Personen mit Nierenfunktionsstörungen, da sich das Magnesium dann im Blut anreichern kann. In solchen Fällen können schwerwiegendere Symptome auftreten wie:

  • Blutdruckabfall
  • Muskelschwäche
  • Atembeschwerden
  • Herzrhythmusstörungen

Fazit: Wenn Sie nach der Einnahme von Magnesiumpräparaten weichen Stuhl oder Durchfall bekommen, ist das ein klares Zeichen, dass die gewählte Dosis für Ihren Körper momentan zu hoch ist oder die Einnahmeform (z. B. Magnesiumcitrat wirkt oft schneller abführend als Magnesiumoxid) nicht ideal ist.

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Beratung.

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