Welche ökologischen Probleme verursacht der hohe Wasserverbrauch beim Anbau von Mandeln für Studentenfutter?

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Der Anbau von Mandeln, die eine zentrale Zutat in Studentenfutter sind, steht seit Jahren aufgrund seines enormen Wasserbedarfs in der Kritik. Da etwa 80 % der weltweiten Mandelproduktion aus Kalifornien stammen – einer Region, die extrem anfällig für Dürren ist – sind die ökologischen Folgen dort besonders gravierend.

Hier sind die wichtigsten ökologischen Probleme, die durch den hohen Wasserverbrauch beim Mandelanbau entstehen:

1. Absinken des Grundwasserspiegels

Mandelbäume sind „permanente Kulturen“. Im Gegensatz zu Getreide oder Gemüse kann man sie in trockenen Jahren nicht einfach nicht anpflanzen; die Bäume müssen kontinuierlich bewässert werden, damit sie nicht absterben.

  • Die Folge: In Dürreperioden, wenn Oberflächenwasser (aus Flüssen und Seen) knapp ist, pumpen Farmer massiv Grundwasser aus tiefen Schichten ab. Dies geschieht viel schneller, als sich die Reservoirs durch Regen regenerieren können.

2. Bodenabsenkungen (Subsidenz)

Wenn die unterirdischen Aquifere (Wasserspeicher) geleert werden, verliert der Boden seine Stütze und sackt in sich zusammen.

  • Die Folge: In Teilen Kaliforniens hat sich der Boden bereits um mehrere Meter abgesenkt. Dies zerstört Infrastruktur (Straßen, Brücken, Kanäle) und sorgt dafür, dass die unterirdischen Speicher dauerhaft geschädigt werden – sie können selbst bei starkem Regen nie wieder die gleiche Menge Wasser aufnehmen.

3. Bedrohung von Fließgewässern und Fischbeständen

Um die riesigen Mandelplantagen zu bewässern, wird Wasser über hunderte Kilometer durch Kanalsysteme geleitet. Dies entzieht natürlichen Flusssystemen das Wasser.

  • Die Folge: Flüsse führen weniger Wasser und erwärmen sich dadurch schneller. Dies ist fatal für heimische Fischarten wie den Königslachs. Niedrige Wasserstände verhindern oft deren Wanderung zu den Laichplätzen und führen zu einem Massensterben.

4. Pestizidbelastung und Bienensterben

Der intensive Anbau erfordert nicht nur Wasser, sondern auch den massiven Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln.

  • Die Folge: Da für die Bestäubung der Mandeln jedes Jahr Milliarden von Honigbienen in die Plantagen transportiert werden, kommen diese mit den Chemikalien in Kontakt. Die Kombination aus Monokultur (einseitige Ernährung), Pestizidstress und dem Transport führt zu einer extrem hohen Sterberate unter den Bienenvölkern.

5. Versalzung der Böden

In trockenen Gebieten führt intensive Bewässerung oft zur Versalzung des Bodens.

  • Die Folge: Wenn das Gießwasser verdunstet, bleiben kleine Mengen Salz zurück. Über Jahrzehnte reichern sich diese Salze in der oberen Erdschicht an, bis der Boden unfruchtbar wird und die natürliche Vegetation sowie künftige Ernten bedroht sind.

6. Verlust an Biodiversität durch Monokulturen

Um die enorme Nachfrage nach Studentenfutter und Mandelmilch zu bedienen, werden riesige Flächen in Monokulturen umgewandelt.

  • Die Folge: Natürliche Ökosysteme und Lebensräume für Wildtiere gehen verloren. Eine Mandelplantage bietet kaum Lebensraum für Vögel oder Insekten (außer während der kurzen Blütezeit für Bienen).

Zusammenfassung: Der "Wasser-Fußabdruck"

Um eine einzige Mandel zu produzieren, werden im Durchschnitt etwa 4 bis 5 Liter Wasser benötigt. Rechnet man dies auf eine Tüte Studentenfutter hoch, ergibt sich ein massiver ökologischer Impact, der in Regionen mit Wasserknappheit kaum nachhaltig zu bewältigen ist.

Was kann man als Verbraucher tun?

  • Herkunft prüfen: Mandeln aus dem Mittelmeerraum (Spanien, Italien) haben oft einen kleineren ökologischen Fußabdruck als kalifornische Mandeln, da dort teilweise noch Regenfeldbau betrieben wird.
  • Bio-Qualität: Bio-Mandeln verzichten auf synthetische Pestizide, was zumindest die Belastung für Bienen und das Grundwasser senkt.
  • Alternativen: Heimische Nüsse wie Walnüsse oder Haselnüsse haben oft eine bessere Wasserbilanz (insbesondere wenn sie in Regionen mit ausreichend Niederschlag wachsen).